7^4 December 1698.
Niklaus Jmfeld, Landaminann, und Johann Sebastian Müller, alt-Landammann von Obwaldcn; FranzAchcrmann, Landaminann, und Johann Ludwig Lussi, Ritter, alt-Landammann von Nidwaldcn. Zug. BeatKaspar Zurlaubcn, Ritter, und Christoph Andcrmatt, beide alt-Ammann. Glarus. Johann HeinrichZwicki, Landammann; Kaspar Joseph Frculcr, Statthalter. Basel. Johann Balthasar Burkhardt, Oberst-zunftmcistcr; Johann Jakob Merian, des Raths. Frei bürg. Franz Philipp von Lauten genannt Heid,Schultheiß; Karl Keßler, Sckelmcister. Solothurn. Johann Victor Besenval, Ritter, Schultheiß; UrsSuri, Venner. Schaffhausen. Tobias Holländer, Bürgermeister; Johann Köchlin, Statthalter. Appenzell.Johann Konrad Gpgcr, Ritter, Landaminann und Panncrherr, von Jnncrrhodcn; Bartholome Sturzcncggcr,Landaminann, von Außcrrhodcn. Abt von St. Gallen. Freiherr Fidel von Thun«, erster Rath und Erb-marschall. Stadt St. Gallen. (Entschuldigt.) Biel. Peter Haas, Vcnncr.
Die gegenwärtige Tagsazung ist von Zürich auf die vom französischen Gesandten gemachte Anzeigehinausgeschoben worden, daß er auf das Schreiben der Tagsazung vom 13. October vom König eineAntwort erhalten habe. n. Die Stadt St. Gallen entschuldigt schriftlich ihre Abwesenheit, weil sie dermalen keineVölker in französischen Diensten habe, und verspricht, sich den Beschlüssen der Mehrheit anzuschließen. DiesesAusbleiben erscheint um so unanständiger, als man auf der leztcn Tagsazung die Nothwcndigkcit einer allge-meinen Bcrathung und Entschließung so dringend nöthig befunden hatte, und cö sich nicht bloß um denfranzösischen Dienst, sondern auch um die Zölle und den freien Verkehr handle, wobei St. Gallen so sehrintcrcssirt ist und am meisten Kcnntniß davon hat. Gleichwohl wird ein Antrag auf eine schriftliche Ahndungdieses Ausbleibens aus gewissen Considcrationcn nicht beliebt. I». Der französische Gesandte erscheint a>»2. December vor der Session und eröffnet in seinem Vortrage, der König habe daö Schreiben der Tagsazunggut aufgenommen und durch ein directcs Schreiben vom 3t). October crwicdcrt. Im lcztcrn wird gesagt, dUAuSdrüke des Schreibens der Tagsazung entsprechen ganz der Zuneigung, welche der König für die Orte unddie alten Bünde hege, weshalb er seinem Gesandten aufgetragen habe, ihnen des Nähern seine Befriedigungüber die von der Nation erhaltenen Dienste auszudrükcn und ihr neue Beweise dieser Anerkennung zu geben«In Folge dieses Schreibens wird ein Ausschuß an den Gesandten abgeordnet, laut dessen Bericht sich dcrGesandte also habe vernehmen lassen: es freue ihn, daß daö hcrwärtige Schreiben vom Könige so gut a«^genommen worden sei; hätte die Tagsazung seinem Rath nicht gefolgt, so würde die Sache vielleicht eine»andern Ausschlag genommen haben. In Betreff des eidgenössischen Dienstes gibt dcr Botschafter folgen^schriftliche Erklärung ab: Dcr gewöhnliche Sold sei in FricdcnSzcitcn auf monatlich 16 LivrcS und für dc»Kriegsfall im Feld auf 6 Thalcr, jeder zu 58 Stübcr, erhöht worden; dcr König aber wünsche dicst»Unterschied zwischen Kriegs- und FricdcnSzahlung durch einen Vertrag fcstzusczcn, Alles ohne Nachtheil dcö1671 mit Herrn Stuppa gemachten Vertrags. Auf die Bemerkung, cö handle sich aber nicht bloß um bc»Dienst, sondern auch um den freien Verkehr, die Zufuhr von Lebensmitteln, die Zölle u. s. w., worüber de»'Gesandten wiederholt Mcmoriale eingegeben worden seien, antwortet dieser, dcr Intendant im Elsaß h»^ihm Abhilfe versprochen. Auf die fernere Erwiederung, daß cö sich nicht einzig um das Elsaß, sondernum andere Provinzen handle, verlangt dcr Gesandte abschriftlich? Mitthcilung dcr Tractate, wie cS zurder österreichischen Herrschaft gehalten worden sei, mit dem Versprechen, daß man diesen Tractatcn nachkom»'^werde; des Früchtcnkaufö halber sei die Ausfuhr allerorts beschränkt; der König habe den leztcn Krieg h'"'durch den Eidgenossen viel verabfolgen lassen; das Commiöbrod, das er den Soldaten für zwei Stü^gegeben, habe ihn selbst drei gekostet. Hierauf wird dem Gesandten bemerkt, im deutschen Reich sei