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6,2,a (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712
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September u, Oktober t698.

wenn man die Anstände wegen deö Soldes und der Reduktion nicht beseitigen könne, sei eine weitereUnterhandlung unmöglich, so wäre dieses auch nicht so übel gefehlt gewesen; denn was nüzc es, über Dis-ciplin und untergeordnete Punkte zu unterhandeln, wenn der Dienst nicht sortgesezt werden könne? Niemandensei in den Sinn gekommen, dem König zu drohen; die Eidgenossen kennen sich selbst und betrachten denKönig als den mächtigsten Monarchen von Europa, aber auch als einen Menschen und ihren Bundesgenossen,der sowohl den Gcsczcn, als den Bünden und Capitulationen unterworfen sei, welch' lezterc er selbst beschworenhabe; sofern er sie nicht halte, werden auch die Eidgenossen der Pflicht lcvig; sie ihrerseits haben dem Königin Treuen gedient und seien dazu auch fürdcr bereit; von Seite des Hofes aber sei, wie der Sprechende beiAnlaß der lcztcn Pariserrcisc Herrn von Eroißp freimnthig gesagt, kein einziger Artikel eingehalten worden;ob die Eidgenossen nun nicht klagen dürfen? Die Untcrthanen selbst dürfen doch dem König ihre Beschwerdenvorbringen, um wie viel mehr dann seine Bundesgenossen! Die Klagen über den jezigcn Sold seien schonlängst geführt worden, haben aber kein Gehör gefunden; selbst die Hauptlcute haben geklagt, aber, aus Furchtin Ungnade zu fallen, nicht bei den Obrigkeiten, sondern bei Hofe, es wollte keiner der Kuh die Schelkanhängen, sondern den guten Knecht spielen; erst die Reform habe sie und die Obrigkeiten aufgcwckt; dielange Geduld aber begründe keinen Verzicht auf die Tractatc und diese können vom König nicht einseitigaufgehoben oder verändert werden. Die Obrigkeiten seien Väter des Vaterlandes und müssen für ihreAngehörigen sorgen; diese gehen nicht in den Dienst, um ihr Leben aufzuopfern, sondern um dem König en»Zeit lang zu dienen, etwas zum Nuzcn des Vaterlandes zu lernen lind dann mit einigem Vorschlag hcimzwkehren, was man früher erreicht habe, jczt aber nicht mehr möglich sei; da hicmit der Hauptzwck des Dienst^verunmöglicht sei, so könne man nicht mehr länger zuschauen, sondern müsse fordern, daß die Eidgenosse»,welche für den Thron so viel Blut vergossen, auch ehrlich bezahlt werden; wenn der König die Herstellungder Eompagnicn auf 2t1<) Mann zugebe, wie die Tractatc lauten, so dürfe man dann auch hoffen, daß dieübrigen Contravcntioncn werden beseitigt werden können. Allein cS handle sich auch um Beschwerden, d»nichts mit dem Dienste gemein haben, um RechtSverlczungcn an Kaufleuten und andern Eidgenossen »»Elsaß, in Burgund, in der Champagne und in andern Provinzen rüksichtlich der Steigerung der Zölle, derTaxationen, der Kopfsteuer, der Hemmung des freien Handels und Wandels, der schandbaren Visitatn'»ehrlicher MannS- und Weibspersonen, der Abhaltung der Früchtcnznfuhr, namentlich gegen Basel; diegenossen müssen daher verlangen, daß des Handels halber Alles den königlichen Patenten von <658 gc>»»I'eingerichtet werde; hicfür möchte sich der Gesandte verwenden und auch das Memorial wegen Lcdigung ^eidgenössischen Angehörigen von der Galeere nicht vergessen. Darauf antwortet der Gesandte, dieser DiSc»^sei weitläufig und wohlbcgründct, sein Gcdächtniß mache ihm aber unmöglich, auf Alles zu antworten; ^gebe zu, daß kein Theil ohne den andern den Bund abändern könne; der König habe nicht die Meii»»^gehabt, die Hauptlcute, welche nicht mehr nach den neuen Bedingungen dienen »vollen, sollen sammt ih>^Eompagnicn heimkehren, sondern nur jene persönlich, indem der König den Eompagnicn andere Hauptll»"geben könne. Dieses wird ihm aber vom Ausschuß widersprochen; gemäß dem Bunde müsse ein Hauptmannder abgedankt werde, seine Compagnie mitnehmen, da sie ihm von der Obrigkeit anvcrtraut worden sei; ^König könne nur in soweit neue Hauptlcute geben, als sie aus den Orten der Eidgenossenschaft gcno»»»^werden, denen daS Volk angehöre. Nachdem der Gesandte Vieles unerwicdcrt gelassen, verspricht er rüksicht^des Handels und Verkehrs sein Bestes zu thun und stellt in Aussicht, daß die Lcdigung der Galeerensträflingkeinen Anstand haben werde. In der Diöcussion hierüber ist man einig, daß beim französischen Gesandt