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6,2,a (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712
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September u, October 1698.

a. In Gcmäßheit des lcztcn JahrrcchnungSabschiedcS versammelt sich die Tagsazung, um über die Ver-besserung dcö französischen Dienstes oder die Hcimbcrufung der eidgenössischen Völker zu entscheiden. MitBefremden werden die Entschuldigungen von Untcrwaldcn ob und nid dem Wald, Zug, katholisch Glarus undAppcnzcll-Außcrrhodcn angehört, worin sie thcils Bedenken gegen die im Fall einer unbefriedigenden ErklärungFrankreichs projcktirtc Hcimbcrufung der Truppen und die Kosten einer Gesandtschaft an den König erhebe»,thcils sich darauf beziehen, daß dem Vernehmen nach nicht alle Orte erscheinen werden und so ein cinmüthigcrBeschluß nicht zu erwarten sei. Zug besonders schreibt noch, die dortigen Gesandten haben sich niemals zudieser Tagsazung verstanden, was auffallcndcrwcise im Abschied nicht bemerkt sei. Da von dieser EinspracheZugs Niemand etwas weiß, zumal der Abschied damals in der Session verlesen worden war, und man über-haupt verlczcnd findet, daß in einer so wichtigen vaterländischen Sache nicht alle Orte zu gemeinsamer Bc-rathung zusammengetreten, so wird an die Ausgebliebenen die dringende Einladung erlassen, diese Tagsazungunverzüglich zu bcschiken. I». In Vorbcrathung der Traktandcn wird beschlossen, zuerst in einem der Tag-sazung vorzulegenden Memorial fcstzusczcn, waS man den zur Verantwortung hicher citirtcn eidgenössisch«!Obersten Rcpnvld, Hässi, Gredcr und Manuel vorhalten wolle; inzwischen werde sich zeigen, ob der französischeGesandte einen Vortrag begehren und die Entschließung dcö Königs rüksichtiich dcö Dienstes eröffnen werde,oder ob man sich durch einen besonder» Ausschuß mit ihm werde bespreche» müssen. Bei diesem Anlaß erklärtder Gesandte von Wallis, er wisse nicht, ob nicht auch der Oberst Courten, dessen Stellung zwar von seinerObrigkeit nicht beschlossen worden sei, freiwillig zur Verantwortung hier erscheinen werde; sofern leztcrcS niäffgeschehe, werde er bei der Zurcdstellung der übrigen eidgenössischen Obersten sich in den Austritt begebe»««. Der französische Gesandte , welcher sich um eine Audienz angemeldet hat, wird in die Session abgehtund versichert in einer zierlichen Rede die fortdauernde Gewogenheit des Königs, wogegen dieser sich gleichtbundcögcmäßcr Gesinnung Seitens der Eidgenossenschaft versehe. Diese Rede wird durch eine verbindlicheGcgcnvcrsicherung erwicdcrt und durch einen Ausschuß dem Gesandten schriftlich eingehändigt. ,1. Dafranzösische Gesandte in seinem Vortrage von der Entschließung dcö Königs auf die ihm früher übermitteltDeklaration und daö damit verbundene Memorial keinerlei Erwähnung gcthan hat, so wird ein Ausschuß bczcich»^um mit ihm die Angelegenheit zu besprechen und darüber wieder Bericht zu erstatten. Basel empfiehlt »ochbesonders, dabei auf die Ocffnung der freien Zufuhr der Lebensmittel auö Frankreich »ach Basel zu wirke»«Sobald der Ausschuß beim französischen Gesandten erschienen war, hat dieser sogleich das Wort ergriffen »^bemerkt, er habe vernommen, daß man zu ihm komme, um die Antwort dcö Königs zu verlangen; er h»^vorausgesagt, daß der Aufenthalt des Königs im Lager zu Compicgnc die verlangte Entschließung vcrzög«»werde, und deswegen damals eine Frist bis Martini oder Allerheiligen verlangt; nun sei er nicht im 8"^eine Antwort zu geben; die lezte Mitthcilung des Königs la»tc dahin, daß er ihm die Antwort von ^saillcs aus crtheilcn wolle; hätte man die Sache der Großmuth dcö Königs überlassen, so wäre die Al'»^besser erreicht worden; er könne nicht verhehlen, daß der König über daö Vorgehe» der Tagsazungentläßtbestürzt und piquirt" sei, weil er daraus schließe, man wolle ihm Ziel und Maß sezcn; auch sei ih>», ^wisse nicht wie, cingcsponncn worden, als hätten sich die Gesandten auf der lcztcn Tagsazung auSgcsproch''"'man lasse sich auf keine Erörterung der Dienstsachen und anderer Beschwerden ein, bis das BegehrenVermehrung dcö Söldes erledigt sei; es sei zwar keine unwiderrufliche Sache, den Sold nicht zu vcrbessc«''jedoch sei bekannt, daß die Hauptlcutc ganz wohl dabei bestehen können, und wenn der gemcinc Manneinige Erhöhung des Soldes erhielte, so würde dieser bald wieder auf die bisherigen Fr. monall>)