Zult 1698, 7-ig
nie bezogenen Zoll von 5 Kreuzer vomCcntner; 4. die schaffhaustschcn Schifflcute haben bisher ,u -
von einer Schiffslast nur 1 Gld. 12 Krzr. bezahlt, während man jezt von jedem Faß Salz und von ü-de"'Zentner anderer Waarc 3 Rappen fordere. Diese Beschwerden werden dem kaiserlichen Gesandten durck!nncn Ausschuß schriftlich zur Beseitigung empfohlen. Derselbe verspricht darüber der vordcröstcrrcichischenRegierung in einer Weise zu schreiben, daß es gute Wirkung haben werde; er erklärt überdies, instruirt msein, alle noch schwebenden Differenzen beizulegen, „und müßte man auch einen Berg in ein Thal werfen "um die alte gute Nachbarschaft wieder herzustellen. Zu diesem Zwcke finden fast sämmtlichc Orte eineKonferenz beider Theilc durchaus nöthig. I. Der Bischof von Basel dankt schriftlich für die ihm im leztcn Krieggewährte Umerstüzung, worauf ihm die Versicherung bester Geneigtheit und Dienstbcrcitwilligkcit erthcilt wirdDie auf der leztcn Jahrrcchnungstagsazung angestrebte Anstcllung eines eidgenössischen Sachwalters ohneEharaktcr oder Ercditiv in Innsbruck wird von den meisten Orten gebilligt. Uri, Schwyz, UntcrwaldcnJug, Glaruö und Appenzell nehmen die Sache uä rokorenäum. I. Es wird abermals geahndet, daß dieRathstubc nicht gut geschlossen sei und die Rathschlägc und die Namen der Antragsteller öfter bekam,!werden; daher wird beschlossen, bei ähnlichen Vorfällen künftig eine Untersuchung anzuordnen, die schlbargefundenen heimzuschikcn und ihren Obrigkeiten zur Bestrafung zu überweisen. Dieser Bcsch/uß soll beim^"fang jeder Tagsazuug in Erinnerung gebracht werden, mit der Mahnung, auf der Gasse und an derTafel nicht von den in der Session verhandelten Geschäften zu reden. Bürgermeister Eschcr berichtetbcr kaiserliche Gesandte habe seinen Sccrctär zu ihm geschikt, um gemäß kaiserlichem Befehl die Eidgenossenschaftder Wohlgcwogenhcit dcS Kaisers und seiner, dcö Gesandten, Dicnstbercitwilligkeit zu versichern. DerBürgermeister wird beauftragt, für diese freundlichen Gesinnungen zu danken und der Orte crbcinungSgcmäßcDlcnstbcflisscnhcit zuzusagen. ». Der spanische Gesandte hatte auf das von der leztcn Tagsazuug an !hn^richtete Gesuch, der König von Spanien möchte die eidgenössischen und zugewandten Orte, wie dies auch vongn andern Fürsten geschehen, in den Frieden einschließen, geantwortet, man möge ihm eine Abschrift derfrüher» Fricdenöcinschlüsse einsenden, da es bei Hofe schwer halte, den frühem Styl zu ändern. Da manoch eines solchen Fricdenöcinschlusscö von Seite Spaniens nicht erinnert, wird Zürich beauftragt, dem Gesandten>c Copic der Fricdenöcinschlüsse der andern Fürsten zu übersenden und ihn zu ersuchen, mif die gleichecgünstigung zu dringen. «. (XIII Orte). Joseph Ludwig Bussclot de Lesse uud Chanois erscheint am8- Juli als Abgeordneter des Herzogs Leopold von Lothringen, notificirt der Eidgenossenschaft dessen Wicdcr-^"'Iczung in seine Lande, sowie seine Vermählung mit der Princcssin Charlotte von Orleans, und begehrtgleichzeitig eine eidgenössische Leibgarde (1 Lieutenant, 2 Trommler, 1 Pfeifer und 60 Gemeine.) Zürich>wrd beauftragt, in eidgenössischem Namen hierauf zu antworten und den Herzog zu beglükwünschenV- (S. u. vier ennctb. Vogt, übcrh.) Die Gemeinde LauiS reicht eine Vorstcllungsschrift sammt eine»,'"»orial ein, worin sie sich über die Schmälerung ihrer früher» Rechte im Postwescn durch den mit FischerW'd Muralt abgeschlossenen Postvcrtrag beschwert und namentlich anführt, wie die Taxation der Briefe gc'"gcrt und die Sicherheit dcS BricfvcrkchrS durch Entfernung des Briefeinwurfes bei den Drei Königen inMailand beeinträchtigt worden sei. Lucern berichtet hierauf, in Folge der Rcclamation der V katholischenUc gegr., die eingerissenen Mißbräuchc hätten die Postpächtcr von Aarau aus eine Eingabe gemacht, worin^gm Steigerung der Briestaxcn Abhilfe versprochen, der Mcssagcric und Acufnung dcö Passes halber aberw Entschuldigung angebracht worden sei, daß die Kürze der Zeit nicht erlaubt habe. Alles zur Perfektion" bringen; im Weitem werde darin angeführt, von den V katholischen Orten sei bei Ertheilung ihres
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