Mai 1698,
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gezogen hätte, schien dem Ausschuß bedenklich und er beantragte daher bei der Session die Überlassung einesSchreibens an den König, worin diese.» die Unmöglichkeit der Fortsczung dcö Dienstes nach der' neuenReform vorgestellt und angetragen würde, er möge sich selbst durch eine Deputation dessen überzeugen lassenDem ersten Theil dieses Antrages wird allgemein, dem lcztcrn nur von der Mehrheit beigestimmt, jedoch ausRüksichtcn für den Gesandten beschlossen, ihm unter Mitteilung dcö Beschlusses durch den vorigen AusschußRe Erwartung aussprechen zu lassen, daß er sich selbst in Sachen verwenden und auf oberwähntc Zeit eineAntwort erwirken werde; nicht erfolgenden Falls behalte man sich vor, dem König durch eine besondereTcputatschaft daS wahre Sachvcrhältniß gründlich mitzuthcilen. Luccrn stimmt für die Abfindung einerDcputatschaft statt eines Schreibens; Obwaldcn erklärt sich unter GcnchmigungSvorbchalt für die DeputatschaftRidwaldcn und Zug nehmen diesen Punkt nä rskerenäum; Frciburg bleibt bei seiner frühem Erklärung"Schließlich wird erkannt, cö sollen alle Orte ihre Gesandschaftcn auf die nächste Jahrrcchnungstagsazung mitgrnugsamcr Instruction versehen. «?. Bei diesem Anlaß wird erwähnt, wie die Obersten der eidgenössischenTruppen in Frankreich thcils willkürlich, thcilö in Connivcnz mit den Franzosen der Kapitulation und demHerkommen zuwider gehandelt und neulich ein sehr nachthciligcö Reglement angenommen haben, dessen Gc-"ehmigung nicht ihnen, sondern den Obrigkeiten zusteht. Eö wird daher an alle Obersten ein Schreiben"lassen, worin sie aufgefordert werden, bis auf Johannistag die Gründe ihres eigenmächtigen Verfahrens"»zugeben, mit dem Verbeut, daß man sie zur Rechenschaft zu ziehen wissen werde. Katholisch GlaruS glaubt"»c allfälligc Ahndung müsse der Obrigkeit der Schuldigen vorbehalten werden. ,1. (Ohne Wallis)^ Da«uf die im verflossenen Dcccmbcr auf der Tagsazung geführten und vom abgetretenen französischen GesandtenHofe unterstüztcn Beschwerden über unzulässige Zölle im Elsaß, Hemmung des freien Verkehrs, Visitirungb" Reisenden u. s. w. noch keine Antwort eingegangen ist, so wird auf den Antrag Basels beschlossen, dem»cucn Gesandten eine Abschrift des dem Herrn Amclot übcrgcbcncn Memorials mitzuthcilen und zur Unter-^"zung zu empfehlen; sofern aber nicht zeitlich eine Antwort oder Rcmcdur erfolgen sollte, wird Zürich be-vollmächtigt, in gemeinem Namen in einem Schreiben die Reklamationen zu erneuern. Dabei soll auch die^cjchwcrdc St. Gallcnö bcrüksichtigt werden, daß von den nach Frankreich gehenden Waaren immer nochbei Kriegözeitcn, die beschwerlichen Attcstationcn gefordert werden. «. Der Ausschuß berichtet, derüanzösischc Gesandte habe mit Vergnügen vernommen, daß von einem Schreiben an den König wegen derjcform dcö französischen Dienstes abstrahirt werde, auch habe er seine beste Verwendung versprochen; die^cschwerden wegen des Zolls im Elsaß und anderer im früher» Memorial enthaltener Belästigungen werde" durchgehen und, soweit cS ohne Behelligung dcS Hofcö geschehen könne, selbst verfügen, sonst aber die ge-dachten Ncclamationcn beim König bestens empfehlen. O In Bezug auf den Zeitpunkt der Eröffnung derjahrrcchnungstagsazung wird der Abschied vom Juli 1669 bestätigt; dieselbe versammelt sich sonach denj°»"tag nach Peter und Paul und, sofern dieses Fest auf einen Sonntag fällt/ auf den nächstkommenden"°»»tag. (S. u. cnnetb. Vogtcicn übcrh.) I». Die Gesandtschaft von Zürich eröffnet, Hauptmann'Mr, Sccrctär des französischen Gesandten, habe sich bei ihr eingefunden und Namens desselben über °dic Dicnst-"f»r.n und über die Zoll- und anderen Beschwerden im Elsaß nähere Aufschlüsse verlangt; in lczterer Bc-johung sei namentlich wünschbar, daß ein Gesandter von Basel mitcrschcinc. Diesem Gesuche wird mit"snahnic von Freiburg, entsprochen, jedoch mit der klaren Direction an den Ausschuß, sich streng nur^ Aufschlüsse zu beschränken und in keinerlei Unterhandlungen einzutreten. Der Ausschuß berichtet nachher,vierzehn Punkte des Memorials seien sämmtlich durchgangen, die frühere königliche Zusicherung der