Februar 1llg8.
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endliche Erklärung bis auf Lichtmeß zu verlangen. Inzwischen hat aber der junge Herr (Beat Rudolph»Fischer an Schultheiß Durlcr und Landammann Schmid geschrieben, seine Principalcn wünschen in Bezua">>f ihre in Baden eingegebene Verantwortung zu vernehmen, ob sich die Orte damit zu sättigen gesinnt 'seien, oder worin sie eine mehrere Erklärung begehren. Da man auf diesem Wege der Verhandlungen wederauf der einen noch andern Seite zum Ziele der Wünsche kommt und der Sache nicht geholfen ist, treten diea» dem Post- und Botcnwcscn zumeist bctheiligten zwei Orte zu einer Besprechung zusammen. Allerdingssind die bctheiligten Orte jederzeit der Meinung gewesen, an dem Pachtvertrag festzuhalten, wenn ihm vondm Posthcrrcn in Treuen nachgelebt werde; nun aber ist bisher der beabsichtigte Zwck, nämlich die Äufnungdes Gotthardpasscö und die Zuwendung von Vorthcilcn an die fünf Orte nicht nur nicht erreicht wordensoudcrn sind zu den vielen alten Klagen neue hinzugetreten; noch immer ist die Mcssagcric nicht eingerichtet'Wohl aber bereits daS Privileg der eigenen Bricscassctta im WirthöhauS zu den Drei Königen in Mailandverloren gegangen. Da cö noch fraglich ist, ob von den Postpächtcrn den Beschwerden abgeholfen werdenwolle, so müssen die Orte jezt schon allen Ernstes darauf bedacht sein, wie auf den Fall des Rüktrittö derHerren Muralt und Fischer das Postwcsc» weiter fortgeführt »Verden »volle und solle. Zwar hat die Landschuft Lauiö sich für die Ucbcrnahme bereits angemeldet, jedoch ohne nähere Angabe, ob sie die Post bis"ach Basel zu führen gedenke und die Betriebsmittel selbst liefere; ebenso weiß man noch nicht, ob die Kauf-leute in Zürich diese Route über den Gotthard ganz aufgeben wollen, und was die Kauflcutc in Basel fürbedanken führen. Es wird daher beschlossen, an allen diesen Orten fleißige Nachforschungen zu halten nmsehen, ob man die Mittel aufbringe, gegebenenfalls einen eigenen Boten auf dieser Route zu erhalten^ci'n hingegen die Postpächtcr den Orten entgegenkommen wollen, müssen diese auf der Einrichtung derMrssugcrie, auf der Wiedererlangung des Privilegs in Mailand und auf der Regelung der GewichtstaxcnU"d einer Präcisirung, was ein einfacher Brief sei, beharren. Der Schluß geht dahin, vorerst die mit-^theiligten Orte durch besondere Schreiben von Luccrn und Uri um Mitthcilung ihrer Ansichten über das^»raltischc und Fischcr'sche Postwcsen zu ersuchen, jedoch ohne ihnen zu vcrrathcn, daß diese Anfrage unter°^n zwei Orten bereits eine verabredete Sache sei. Dabei hat es die Meinung, je nach den eingehendenAntworten entweder die Postpächtcr vor eine fünförtischc Eonfcrenz zu laden, oder schriftlich in gemeinemManien eine beförderliche entscheidende Erklärung von denselben zu verlangen. Im Sinne der eingelaufene,»Antworten »vird der leztcre Weg eingeschlagen und das betreffende Schreiben den 3. März abcrlasscn. ?».^n Bezug auf die Anstände zwischen den Marktschiffcn von Luccrn und Uri erneuert crstcreS Ort seine schonu»f den Eonfcrcnzcn von 1687 in Gcröau, April 1696 in Luccrn und Octobcr gl. I. in Geröau gemachtenVorschläge, den Fruchthandcl auf beide Schiffe zu gleichen Thcilen zu verlegen, oder Korn und Kernen dem^icr, Haber und Roggen aber, oder mindestens den Haber ganz und den Roggen zur Hälfte dem Luccrner^ucn zuzueignen, da seine Schifflcute im Gctrcidchandcl mit denen von Uri nicht coneurrircn können, indemoztcrc ihre bestimmten Müller und Kunden haben und die Luccrner, als Fremde, zu kurz kommen, so daßw" Ende ihr Nauen daheim bleiben müsse. Uri erwicdcrt darauf, cS könne seine Schiffleutc in ihren Rechten'"cht einschränken; sie haben daS Schiffcrcirccht von der LandSgcincindc auf die schwere Verpflichtung erhalten"6 Land mit der nöthigen Frucht zu versehen; cö komme eben auf die Schikhaftigkcit der Leute an; früher^be Luccrn die ganze Schiffern gehabt, jezt habe sie Uri; das Lucerncrschiff sei eigentlich für die KaufmannS-V'"r bestimmt; man solle also trachten, daß die Maaren, die jezt durch Bünden gehen, wieder auf diese"aße geleitet werden; Luccrn habe früher für die Zufuhr der Frucht keine Verpflichtung übernehmen wollen.
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