Decembcr 1697.
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^schieden worden, der ihnen anzeigte, daß der König entgegen der bisherigen Ucbung und in Würdigungbeö früher gestellten Ansuchens die zugewandten und »litvcrbündctcn evangelischen Städte und Lande, alsMülhausen, Biel, Genf, Stadt und Grafschaft Neuenbürg, aus bcsonderm Wohlwollen namentlich in die der-waligen Fricdcnötractate einzuschließen erklärt und seinem bevollmächtigten Gesandten die dicSfälligcn WeisungenMhcilt habe. Für diese erfreuliche Mitthcilnng wird dem Gesandten für sich selbst und zu Händen desKönigs durch einen Abgeordneten jedes OrtcS gedankt und beschlossen, hicvon auch den katholischen OrtenKcimtniß zu geben. Zürich und Bern verbinden init der Mitteilung dieses spccicllcn Einschlusses an dieStadt Genf eine besondere Mahnung, für die Erhaltung der Stadt gute Rüstung und Wachsamkeit nicht zuunterlassen. Da eine gleiche Einschließung in die Fricdcnötractate auch von Großbritannien und den Gcncral-staatcn der Vereinigten Niederlande notificirt worden ist, so wird von den evangelischen Orten dem Königvon Großbritannien und den Gcncralstaatcn durch Zuschriften dafür gedankt, v. Bei Behandlung diesesFriedcnscinschlusscs wird die Frage aufgeworfen, ob die katholischen Orte nicht dahin gebracht werden könnten,Win Beweise eidgenössischer Harmonik den König von Großbritannien anzuerkennen. Dieser Versuch wird inbcr Weise beliebt, daß daS vormals an gcsammtc Eidgenossenschaft eingckommcnc Notificationsschrcibcn überbie Thronbesteigung verlesen, darauf ein Gratulationsschrcibcn beantragt lind die Einschließung in den Frieden^llicitirt werden solle. Vor dieser Eröffnung in der Session wird aber noch nöthig befunden, einige der^holischc» Gesandten über ihre dicSfälligcn Ansichten zu sondircn. «I. Nebst Beschwerde und Bericht überbkn neu beabsichtigten Zoll zu Rheinau, worüber die nähere Bcrathung an die gemeine Session verwiesenworden ist, eröffnet Schaffhause», wie sich Zürich seines Jmthurnisch-nellcnburgischcn Anstandcs angenommen,baß es nun einen schriftlichen Bericht über seine im Pfandvcrtrag begriffenen Rechte aufgesczt habe und den^angclischcn Orten mitthcilen werde; damit verbindet es das Gesuch um Rath und Hilfe, sofern die Unter-handlungen am kaiserlichen Hofe den ungebührlichen Druk nicht heben können. Nach besonderer Bcrathung'">rd Schaffhausen eröffnet, man habe mit Bedauern vernommen, daß Herr Oöwald in Wien sich als Ab-ordneten der evangelischen Orte ausgegeben, während er nur von seiner Obrigkeit gcschikt worden sei; cSdächte also dahin wirken, daß er diesen Mißgriff verbessere; im übrigen versichern die unbcthciligtcn Orte,^aß sie nach Prüfung des verheißenen Berichtes Schaffhauscn mit Empfehlungen und laut frühem AbschiedenOstens untcrstüzcn werden. «-. Von den Gesandten von Bern wird eröffnet, Schultheiß Dürlcr von Luccrnhabe scj,,x Verwunderung ausgesprochen, daß Zürich über den Streit zwischen Stadt und Abt von St. Gallen""e bezügliche Mittheilung unterlasse. Der Gesandte der Stadt St. Gallen crwiedcrt darauf, seine Obrigkeithabe ftit der leztcn aarauischcn Confcrenz zugewartet, was über den dort abgefaßten und von Zürich anaccrn übersandten Vorschlag einlangen werde; seither seien die Sachen im alten Stand geblieben, außer daßb" Mt für seine ganze Landschaft ein Verbot der Holzausfuhr erlassen habe. Nachdem auch Zürich erklärt^te, daß die Stokung dieses Geschäftes nicht ihm, sondern dem Stillschweigen Lucernö zur Last falle, wird^ zweite Gesandte von Bern beauftragt, diesen Bescheid an Schultheiß Dürlcr mitzuthcilcn, und zugleich als"s heilsamste Mittel befunden, daß diejenigen Orte, die bereits ihre Vermittlung versucht haben, sich dieselbe^ßcns angelegen sein lassen. Diesen Befund verspricht die st. gallische Gesandtschaft ihrer Obrigkeit getreulich^ hinterbringen, t. Obschon Bern bereits den in seinen Landen wohnenden französischen Flüchtlingen unter^ngnahmc auf die gegenwärtigen Fricdcnstractate die Mahnung crthcilt hat, sich um einen andern Auf-"'khaltsort umzusehen, so wird doch die bcrnischc Exulantenkammcr ersucht, diese Mahnung an sie in gemeinem^"gclischem Namen zu erneuern, mit beigefügtem Trost, man wolle ihre Abreise bestens befördern, sie mit