October 1095.
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Gesandten dcs Vorhabens abzureisen; allein sie wurden vom Bischof ersucht, noch einen Tag zu bleiben, in-dem die Vorkehrungen für die Abreise also getroffen seien. Die Gesandten halten daher noch eine Session, woSchultheiß Dürlcr und der Ausschuß über die Acußcrungcn dcS Bischofs Bericht erstatten. Derjenige desAusschusses lautet dahin, daß den Gardcsoldatcn nicht ein eigener Lieutenant gegeben werden könne, weil die-selben in Civilsachen unter dem Landshauptmann und in Malcfizsachcn unter ihrer heimatlichen Obrigkeitsiehe», daß die Corporalstcllc von Jahr zu Jahr altcriren solle, und daß man den Gardcsoldatcn wegen^welche,,, liederlichem Leben zusprechen möchte, waS dann auch geschehen ist. Auch von Seite dcS Gcsandt->chaftösccrctürö wird berichtet, daß der bischöfliche Kanzler in seinen Schreiben statt „Herren" künftig den^ucl „hochgeehrte Herren" gebrauchen werde, womit man sich befriedigt erklärt. Von den Gesandten werden^0 ReichSthalcr zusammengeschossen und dem Hofmeister Ringk übergeben, um solche in die Küche, den^'all, an die Trabanten u. s. w. zu verthcilcn. Auch den Gardcsoldatcn werden 7 ReichSthalcr zum Ver-buken verehrt. Da auch die Domherren dem Schultheißen Dürler zu Hände» der ganzen Gesandtschaft einen^such gemacht haben, wird ihnen im Zimmer des WcihbischofS die gleiche Aufmerksamkeit erstattet. Dem^schvf wird dann in einer besonder» Audienz von den Gesandten für alle genossene Freundschaft gedankt.Abend läßt der Bischof jedem Ehrcngcsandtcn und dem Sccrclär einen silbernen und vergoldeten Pocaletwas zu 60 Loth sammt einer Anzahl Dublonen, auch jedem der Edclhcrrcn einen silbernen Ehrcn-^nning mit seinem Bildniß und 20 RcichSthalcrn, sowie den Dienern eine geziemende Verehrung zustellen,'"°Scgcn die Gesandten ein anständiges Gegengeschenk machen. Die Nachgesandten von Zug werden in BezugGeschenke wie ein einziger Repräsentant gehalten. Eine in gemeiner Session gemachte Anregung, den"nd in den Druk zu geben, wird abgewiesen, da man aus den Vorgängen von 1580 und 1655 und""bern wohl weiß, daß dieser Bund hin und wieder mit argwöhnischen Augen angesehen werde und alsosei, damit behutsam umzugehen. Den 18. October, nachdem die Gesandten der Messe in der Hofkapcllcgewohnt und mit dem Bischof gemeinschaftlich gefrühstükt hatten, ihnen auch vom Bischof zwei RechtS-^iften über seine Ansprüche auf die Herrschaften Pfirt und Nappoltstcin zur Prüfung übergeben worden"», wird unter großem Ehrengeleit die Heimreise angetreten, von den einen Gesandten über ArlcSheim,den andern über Dclöbcrg. I'. Luccrn schenkt jedem der drei Knaben, welche bei den drei Ehrenbogen die^üßung und Valcdiction gcthan, einen Ehrcnpfcnning von drei Dukaten.
I mir in den Liicernclextinplarcii.
Zu v. 1. Das Schauspiel, welches aufgeführt wurde, führt de» Titel: Pyladcs und Orestes, wahr-haftes Ebenbild getreuer Freundschaft bei Erneuerung des Bündnisses. Eine kurze gedruktc Synopsis dcsStüks sammt den Namen der Actcurs besizt das Staatsarchiv Lu-em: A-tcn Bischof». Base,.
2. Der Hauptabschicd sczt fest, daß die nächste Bundcsbcschwörung in zwanzig Jahren in Luccrn statt-b'dc und in der Folge zwischen Pruntrut und Luccrn wechsle; im Weilern enthält er beruhigende Erklärungbetreffend die Adclsprvbe für Kandidaten dcs Hofstifts. Staatsarchiv Luccrn i A. Bischof v. Basel. Orig. u. zwei Abschriften.