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6,2,a (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712
Entstehung
Seite
582
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October 1695.

313.

Confcrenz zwischen Schwyz uild Nidwalden.

Brunnen. UWS, ttt. Oktober.

Die Verhandlungen, über welche kein Abschied vorhanden ist, betreffen den Straffall des Kanzle^Ghiringhelli von Bellenz. Als Gesandte nennt die schwyzerische Instruction Landammann Johann Roch"Abyberg, Jakob Weber und Jost Rudolph Reding, beide alt-La»da»»nä»ncr, Statthalter Heinrich Fridoi'"Reding, Johann Jost Aufdermaur, Gesandten Anton Jgnaz Ceberg, Landvogt Johann Kranz AbeggLandschreiber Franz Victor Schorn». Nidwalden ordnete ab die alt-Landammänner Johann Ludwig Lull'Franz Achermann und Beat Jakob Zelger.

Landesarchiv Schwyz: Acten Bellenz. — Landesarchiv Nidwalden: Wochcnrathsyrotololl Bd. 20, kol. 205-20?-

Dazu dienen folgende ergänzende Acten:

1) 1695, 14. Oktober. Räthe und Landleutc von Nidwalden bewilligen dem in Altorf in Haft befi»lichen Kanzler Ghiringhelli auf Ansuchen seines Bruders Andreas, der ihrer beide» Hab und Gut alseinsezt, freies Geleite, damit er bei der Couferenz iu Brunnen seinen Defensivproccß aufrichten könne.Kanzler soll daher von Uri aus der Gefangenschaft entlassen und den 17. Oktober nach Schwyz 3^^.werden; doch soll er auch nachher bis zum Austrag des Handels aus dem Gebiete der III OrteWeichen. Landesarchiv Nidwalden i Wvchenrathsprotololl Bd. 20, k»I. 205-

2) 1695, 18. October. Uri an die Gesandten von Schwyz und Nidwalden in Brunnen. W> ^leztc» Confercnz zu Altorf sei allerdings gewünscht worden, daß die Zcugcuabhörung für und gegenghelli auf einer Confcrenz in Brunnen erfolge. Der hohe Gewalt von Uri wolle aber auch den» Angeklag ^zur Anbringung seiner Einreden und Zeugschaflen Gelegenheit geben; da aber der Proceß noch nicht vendet und zudem die Belastungszeugen verdächtig seien, könne Uri nicht einsehen, wie ein so schwer Beklagder Haft entlassen werden solle. Man soll daher die Verhandlungen nach Uri, wo die Sachen angcß'""'worden, verlegen, oder doch ein beidseitiges Ehrenmittel zur Abhörung der Kundschaften dorthin senden-

Landesarchiv Schwyz! Acten Belle»!

3) 1695, 18. October. Die Gesandten in Brunneu citiren bei Strafe und Ungnade die in Uri .wesenden Kundschaften Karl Anton Abbe, Karl Franz Molo, Barthomäuö Besse« und Bruno Bcssabaza a ^morgen nach Brunnen und verbieten ihnen gleichzeitig, an einem andern Orte ihre Zeugenaussage"eröffnen. Landesarchiv SchwyzActen Bellt»!

4) 1695, 19. October. Uri beschwert sich gegen die in Brunnen vertretenen Orte, daß sich ihrerfreche, in Uri, wo kein Oberhcrr anerkannt werde, fremde Befehle rechtlich auszurichten. Zur iIwkras^^des Vorwurfs, als suche Uri die Major« zu hindern, werde es die citirten Zeugen nicht zurükhalten;

die Freilassung des Kanzlers werde Uri den 21. October den hohen Gewalt entscheide» lassen. ^

LandcSarchiv Schwyi - 2!-

5) 1695, 21. October. Uri an Schwyz und Nidwalden. Uri könne nicht einsehen, wie einder dcS höchsten Lasters beklagt, um Leib und Lebe» gefangen und bis anhin fast überwiese» sei,führung des Prvcesses auf Bürgschaft hin der Hast entlassen werden könne. Zwar werde es den h" ,behaupteten Mehrheitsbeschluß schließlich nicht hindern, erklärt aber vor Gott und der Welt, daß i "Lcdiglassung, zu der es sich nicht verstehen könne, auf die Achseln beider Orte lege. ^

Landesarchiv Schwyz: Acten