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6,2,a (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712
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August u, September IK95.

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aber bei Zürich auf Schwierigkeiten stoßt. 3. Die bcthciligtcn Orte sind den 23. August a. K. beisammenEvesen; cs ist aber die Handlung, wie vorauszusehen war, unfruchtbar ausgefallen, so daß die unbctheiligtcnHand an das Werk legen. In ihrer Sizung vom 2-4. August a. K. wird ein zürcherischer Vorschlag"öffnet, dahingehend, die katholische NcligionSübung in Wartau soll von nun an wieder abgestellt sein; von^incm Theil sollen in einer gewissen zu bestimmenden Zeit Kirchen oder Kapellen erbaut, Prädicantcn oderPriester cingcsczt werden; nach Vcrfluß dieser Zeit auch nur dann, wenn in einer Ortschaft oder Gemeinde^)t oder mehr ehrliche, unverlcumdcte angesessene bürgerliche Haushaltungen einer Kirche, Kapelle, Priesters"der Prädicantcn begehren, in welchem Fall das Geseich von den sämmtlichcn regierenden Orten untersuchtwerden soll. Durch dieses Abkommniß soll den Bünden und Verträgen nichts benommen sein und kein Theil«» der freien NcligionSübung gehindert werden. Ucbcr dieses Projcct äußern sich die katholischen unbctheiligtcnalso: dasselbe sei zwar vernünftig genug, aber damit würde der evangelischen Partei stillschweigend dieParität gegeben, waö die katholische nicht wolle; ferner glauben sie nicht, daß die katholischen Orte diesen^"gen Stillstand belieben, zumal cS vor der Welt übel lauten würde, wenn nicht nur der Gottesdienst zu^rtau abgestellt, sondern auch an allen andern Orten für so lange Zeit eingestellt sein sollte. Warum wolleda Vorsehung thun, wo keine Rcmcdur nöthig sei? man hätte ja auf l-.zter Jahrrcchuung, wenn das"'lltaucrgeschäft beigelegt worden wäre, ein Mchrercs nicht verlangt? Man solle doch wissen, daß NeuerungenVerwirrungen bereiten. Obgleich cvangclischcrscitö daraus crwicdcrt wird, daß der Sache nicht geholfen^örc, wenn nur das Wartaucrgcschäft berührt werden wolle, zumal die Rcmcdur da angelegt werden müsse,^'chcr dicscr Streit entsprungen, und daß durch Aufstellung einer Regel und Richtschnur für künftige Bchand-"'st solcher Fälle Niemand etwas gegeben oder genommen werde, so ist doch ein Mchrcrcö nicht erhältlich^kscn, als daß die katholischen Orte sich nur an dem Spccificum dcö WartaucrhandclS halten, und das^ "'rricuin, daö nun in die hundcrtdrciundsechzig Jahre als ein noli me taubere angesehen worden, nichtrühre» wollen. 4. Den 25. August a. K. geben die katholischen bcthciligtcn Orte den unbctheiligtcn cvangc-gj/"' Ständen einen mündlichen Bericht über ihre prätcndirtcu Rechte und die dahcrigcn Gründe; das"rhe geschieht TagS darauf von den evangelischen bcthciligtcn gegen die katholischen uninteressirtcn Orte,verweile ließen sich die Sachen unter den Unterthaucn zu einer gefährlichen Bitterkeit an, indem dere Bericht eingelaufen, daß zu Uznach, als man eine Unholdiu ausführen wollte, etwelche voneine Heerde Schafe gesehen und darauf ganz schrckhast zu dem Volk gelaufen mit Vermelden, die

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kommen auf sie, die Uznachcr, los, worauf diese angefangen zu stürmen, die Wehr zu ergreifen, sichll'rchcrischc» Grenze zu nähern und auch fünfzehn Zürcher, welche der Exccution der Hexe beiwohnenr», theilwcise mißhandelte» lind gefangen scztcn, nachher aber wieder freiließe». 5. In der Sizung derii» " ^^kcn Orte vom 27. August versuchen die evangelischen Orte nochmals, der künftigen Sicherheit halberAllgemeinen, und nicht nur in Betreff des Handels zu Wartau, etwas zu statuircn; geschehe dies nicht,^ "'eil die evangelischen Orte allzeit in der größten Unsicherheit, da sie in Ansehen der Religion alle Tage^ Gleiches zu gewärtigen hätten, waö ihnen dermalen von Seite dcS LandvogtS Rcding widerfahren sei.^ von den bcthciligtcn katholischen Orte» bei der lcztcn badischcn Tagsazung zu Protokoll gegebeneihres prätcndircndcn unlimitirtcn GcwaltS halber, wenn sie unliquidirt gelassen werde, werde wohl^ als ein Grund gegen die Evangelischen gebraucht werden. Die katholischen Orte lehnen aber das"uf allgemeine Normen ab, da sich die katholischen bcthciligtcn Stände hierauf als daö, waö sieluiidcrtdrciundsechzig Jahren disputirt, auf vielen Tagsazungcn mit großen Kosten contcstirt und ja selbst

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