Januar tki)5.
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svrtsczcn und versichert, daß der König von Großbritannien nur die günstige Gelegenheit erwarte, lim diesenUnglnklichen eine bleibende Stätte zu bereiten. Hierauf erscheinen zwei Abgeordnete dcS EonsistoriumS dersagten Flüchtlinge, nämlich Herr Bcsombcs, gewesener Pfarrer zu Clcrmont, und Herr Marquis vonArsillicrö, welche eine schriftliche Supplication eingeben und einen hcrzdurchdingcnden Vortrag über den der-"'"ligen traurigen Zustand der um ihres Glaubens willen Verfolgten halten. Nach ihrem Rüktritt wirdBern angefragt, ob cS die Flüchtlinge ferner behalten wolle, auf welchen Fall sich die Orte über Fortsezungb" Beiträge weiter erklären werden. Nachdem der erneuerte Vorschlag BcrnS, diese Unglücklichen auf die^"gelischen Orte zu repartiren, als unzuläfiig abgewiesen worden war und Zürich, Basel und Schaffhausen>>»» bis zu», April IttW einen Zuschuß von höchstens 1»,»»» Gulden anerboten hatten, werden auch dieWortführer der Flüchtlinge vorbcrufen, welche, nach erhaltener Mitteilung dieses Anerbietens und angehörter6"'pfehlung der Sparsamkeit, angelegentlich vorstellen, cS sei ihnen nicht möglich, mit der bezeichneten Summe^zukommen, da die Zahl der auf dem Armcnetat Befindlichen in der Stadt Bern achthundert und in dentischen Landen sechshundert übersteige; durch den Tod der Königin von Großbritannien sei die Hoffnung'"'s einen bleibenden Aufenthalt außer der Eidgenossenschaft wieder bedeutend getrübt worden; gleichwohl'Verden sie ihr Möglichstes thun, um diesen Zwck zu erreiche». Nach längern Unterhandlungen verstehen sich6''"ch, Basel und Schaffhausen in der VorauSsezung, daß auch St. Gallen zustimme, zu einer Beisteuer12,»00 Gulden, wenn Bern solche zu Dank von ihnen annehme und man in guter Harmonie von''«ander komme. Bern nimmt diesen Antrag aä rekeronäum. Auf daherigc Eröffnung an die Ausschüsse^ Flüchtlinge finden diese, unter Versicherung ihrer großen Dankbarkeit, die angebotene Summe sei nicht^"rcichcnd. Hierauf wird den Bevollmächtigten der Flüchtlinge angcrathcn, sich noch dircet an die III^üudc, Glarus und Appenzell evangelischer Religion, Biel und Mülhausen zu wenden, um weitere Unter-^u»g zu erhalten, wozu ihnen die nöthigc Anleitung gegeben wird. Gegen die Stadt St. Gallen wirdbestimmte Erwartung ausgesprochen, daß sie ihre Beiträge in Gcmäßhcit der 1K74 angenommenen Scala'"s'c; ebenso wird auch dem großbritannischcn Gesandten das Interesse dieser Flüchtlinge bestens empfohlen.
(S. u. Thurgau.) «I. Zürich macht Mitthcilung von seinem am <9. Januar an die katholischen SarganS"'^gierenden Orte erlassenen Schreiben, welches rüksichtlich der eigenmächtigen Wiedereinführung des katho-Gottesdienstes zu Wartau die Aufrcchthaltung deö frühem Zustandeö bis zu einer dahcrigcn Unter-^"blung bezweck. Zum Behuf der Jnstructionöcrthcilung auf eine künftige Confcrcnz übergibt Zürich densandten ein Memorial, auS welchem hervorgeht, daß 1542 in der Pfarrei Wartau, zu welcher auch die^vfschaftcn AzmooS, Tschann, Fontcnaö, MalanS, MurriS und GretschinS gehören, nur 22 KatholischeEvesen scic»; ihre Zahl habe dann abgenommen nnd 1578 beim Aufritt dcS LandvogtS Trösch habe kein"ucindögcnosse mehr der Messe beigewohnt, worauf dann 1598 die Frühmeßpfründc durch Vergleich auf-^^ben worden sei. Seither habe man nur alle zwei Jahre bei der Huldigung des LandvogtS MesseMulten und zu diesem Zwcke drei Altarstcinc, Mcßkelch u. s. w. aufbewahrt. Nun habe der katholische^vvgt einige Personen zum Abfall vcrlokt und dann ohne irgend welche Mitthcilung weder an dieIrrende» Orte im Allgemeinen, noch an evangelisch GlaruS, als Collator, insbesondere, am 4. Novemberiglest von hundert wchrbaren Männern von außerhalb der Gemeinde den katholischen Gottesdienst cin-'^u, seit dem 9. Dcccmbcr aber wieder eingestellt.
Man sehe auch in dem Abschnitte HerrschaftSanqkleqenhcltt»:
' ^'afschast Thurau» Art 544. Kirchliches, Gianbenssachen, Geistliche.
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