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April 1695.
2W.
Conferenz der V katholischen Orte.
Lucern. ltt. u. li>. April.
Ttaat»archw Kuccr». All». Absch. Bd. I.XXXI, kol. 8.
Gesandte: Lüccrn. Johann Rudolph Dürlcr, Ritter, Schultheiß und Panncrhcrr; Aurelian Zur-gilgen, alt-Schultheiß und Vcnncr; Johann Martin Schwacher, Obcrzeugherr; Jost Dietrich Balthal»k,des Raths. Uri. Johann Marlin Schmid, alt-Landammann; Sebastian Emanucl Tanncr, StatthalterSchwyz. Johann Rochus Abybcrg, Landammann; Jost Rudolph Rcding, Ritter, alt -Landanuna»»Unterwaldcn. Peter Enh, Landammann von Obwaldcn; Franz Achcrmann, Landammann vonwalden. Zug. Beat Kaspar Zurlauben, Ritter, Statthalter; NiklauS Jtcn, alt-Amman».
Der päpstliche Nuntius erhält von der Conferenz die nachgesuchte Abschicdöaudicnz; in stincrlateinischer Sprache gehaltenen Rede belobt er den Eifer der Orte für die katholische Sache. Diese Rc ewird ihm von den Gesandten, welche ihn in die Session abgeholt und zurükbcglcitet hatte», und bei ist"die Mahlzeit einnahmen, in freundlicher Weise unter bester Vcrdankung seiner dreijährigen Wirksamkeitder Eidgenossenschaft erwiedcrt, und ihm dabei das katholische Interesse empfohlen und glüklichc Reist ^wünscht. I». Zürich verlangte in Antwort auf das im Dcccmbcr v. I. dorthin erlassene SchreibenEinstellung der katholischen Rcligivnsübung in Wartau, bis diese Angelegenheit durch eine gemeinsame ^sammcnkunft näher erörtert sei. Weil einerseits ebenso bedenklich gefallen war, auf das bloße Begehre» ^evangelischen Orte hin mit dieser in dem Landfrieden begründeten Uebung einzuhalten, anderseits aber >anstößig schien, daß man vor Ergreifung der Exccution eine freundlich ancrbotcnc Ersprachung und stmäßige Handlung nicht zugestehen wolle, so ersuchte die Mehrzahl der anwesenden Stände Zürich, eineConferenz anzusezcn, was auch geschah. Da aber Zeit und Ort der Zusammenkunft wegen dereinfallenden Jahresgeschäftc und Landsgemcindcn mchrtheils unthunlich und beschwerlich gewesen, wurdewieder abgeschrieben und dafür thunlichcr erachtet, gegenwärtige Zusammenkunft zu besuchen. Die ^ ^der anwesenden Orte wiederholt zwar, es solle die Wiedereinführung des katholischen Gottesdienst^Wartau, als eine im Landfrieden vorgesehene Sache, gegen den Unkatholischcn keiner Contcstation untcrwo ^sondern mit aller Entschiedenheit aufrecht erhalten werden; gleichwohl aber findet man, es wärezu besorgenden Rcciprocation des Landfriedens in Aufstellung von Prädicanten, und da sich stRcligionScinführungcn jeweilc» große ActioncS gehängt haben, weit thunlichcr gewesen, wenn der La» ^wie es bei der Tagleistung vom Dcccmbcr auch die Meinung gehabt hat, den katholischenbescheidener Form etwa zu gewissen Zeiten um hätte fortsczcn lassen. Daß man nun troz der von Z'stancrbotcncn freundlichen Handlung und der daselbst verlangten Conferenz mit der Thätlichkcit fürfahren ^wird ebenso unanständig, als auch der Folgen wegen gefährlich erachtet, ja dahin angesehen, daß wen»Geschäft sich in eine Weitläufigkeit schwingen sollte, diese Voreiligkeit der Gegenpartei einen großen ^den katholischen Orten nicht geringen Unglimpf auf den Hals ziehen würde. Die Hauptschwicrigkulnun die Conferenz, die in der Substanz vollkommen einig ist, darin, in welcher Form dieser Handel "zu führen sei; da aber berichtet wird, jüngst sei in Brunnen dem Landvogt von einer drciörtischc»