246wird ihnen verweigert. Der Schuldige hingegen wird auffreien Fuß gestellt und bleibt ungestraft.Man treibt die Beleidigung noch weiter. Ein jungerRömer, aus dem alten Hause der Karaffa's, ein großerFreund der Künste und der Künstler, stand mit schier allen fran-zösichen Zöglingen in genauer Verbindung. Das war hin-länglich. Drei Tage nach jenem Auftritt, den wir mitflüchtigem Pinsel geschildert haben, wird der unglücklicheKaraffa in einer Gasse Roms ermordet gefunden. SeinHerz war von drei Dolchstichen durchbohrt.Ermordung des Maire zu Varaize und sechsandrer Individuen, den 22. und 23. Okt.1790.Zwei Unruhstifter, Laplanche und Labru, reisen durchVaraize und verkündigen den Bauern, daß die neuen Ge-setze es ihnen zur Pflicht machen, ferner keinen Grundzins,oder irgend eine andre Lehnsgerechtsame abzuführen. DieRichter von St. Jean d'Angely erlassen einen Verhafts-befehl gegen Laplanche. Der Gerichtsdiener, welcherdie Ausführung desselben übernimmt, läßt sich von dreißigbretagnischen Jägern begleiten. Laplanche wird aufge-hoben.Eine Menge Weiber bewaffnet sich mit Mistgabelnund Prügeln. Von allen Seiten strömen sie herbei, um — nachihrem Ausdrucke — den ehrlichen Mann zu be-freien, der ihnen einen so schönen Rath gege-
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