Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
247
Einzelbild herunterladen
 

247ben hatte. Man wirft den Jägern Sand in die Augen. EinFlintenschuß, den ein Bauer auf sie losbrennt, entflammtsie zur Rache. Eine Kugel trift den Angreifer; er stürzttodt nieder. Die Weiber verdoppeln ihre Wuth. EineStimme erschallt: Gebt Feuer! Drei von ihnen wer-den hingestreckt und zwei Männer verwundet.Bei diesem Anblick ziehn die Bewohner von Varaizedie Sturmglocke; zerstreuen sich in die umliegende Gegendund rufen: Kein Direktorium! Keinen Distrikt!dadurch wird das Land vollends zu Grundegerichtet! Ihre Erbitterung lenkte sich endlich ganz ge-gen ihren Maire, Namens Latierce. Und doch hattesich dieser, dreißig Jahre hindurch, als ein redlicher, recht-schaffener Mann bewiesen. Man nimmt ihn fest; bindetihn auf einige Augenblicke auf einen der Leichname; machtihn wieder los und schleift ihn zu einer Windmühle, umihn an einen der Flügel zu befestigen. Aus einem grausa-men Beweggrunde wird die Hinrichtung verschoben. Diebenachbarten Dörfer sollen sich an diesem gräßlichen Schau-spiele weiden. Latierce's Sohn entwischt durch einunerhörtes Glück. Er sollte sonst an den Martern seinesVaters Theil nehmen. Dieser verlangt den Tod, als eineGnade; sie wird ihm abgeschlagen. Unter langsamen Qua-len soll er sterben. Er verbringt die Nacht in folternderAugst. Am andern Morgen führt man ihn nach St. Jeand'Angely, um ihm sein Ende dadurch noch schwerer zumachen. Ung=fähr zweitausend Bauern aus den Kirchspie-len Varaize, Ajeac, Fontenet, Aumagne, ArgenteuillesEglises, St. Julien, Vilpouse, Lepin u. s. w. begeben sichden 22. Okt. unter einem gewaltigen Lärm, mit ihrem ge-fesselten Schlachtopfer auf den Weg. Die betragnischen