— 236 —müßen. Sie schweigen deshalb. War doch, gegen ihrenWillen, in den letzten Tagen eine ungeheure Menge vonscharfen Patronen unter die Soldaten vertheilt worden.Umsonst bemühten sich die besten Bürger, es einleuchtend zumachen, daß wenn Bouille wirklich käm', um einen Be-schluß in Vollziehung zu bringen, jede Art des Widerstan-des eine förmliche Rebellion sey. Diese Bemerkung, wel-che zu jeder andern Zeit Eingang gefunden hätte, bewirk-te jetzt nichts, als baß man ihre Urheber feige Memmenund Aristekraten schimpfte.Bouille war vor den Thoren von Nancy. Die Na-tionalgarde, welche unter den Waffen war, um nach demGefecht, das die Zurüstungen von beiden Seiten ankündigtten, die Stadt gegen Plünderung zu schützen, besorgtezwischen zwei Feuer zu kommen. Endlich verlor der Ge-meinderath, mitten im Tumult, vollends alle Kraft, alleEntschlossenheit. Anstatt die Bürger zu beruhigen, denFrieden im Innern wieder herzustellen, und dann eine Deputatien an den General zu senden, um seinen Auftragnäher kennen zu lernen, ihm bei der Ausführung an dieHand zu gehn, und dem Ganzen dadurch einen gesetzmä-ßigen Charakter zu geben — statt dessen geht er, im Na-men aller Verwaltungszweige, in das Lager des Marquis.Vier Soldaten von jedem der drei, zu Nancy in Besatzungliegenden Regimenter begleiten ihn. Denoue und Mal-seigne hatten, unter Bedeckung der Nationalgarde, dieStadt verlassen und befanden sich bei Bouille. Diesernimmt die Unterwerfung an, welche die deputirten Sol-daten von Seiten ihrer Kriegsgefährten darbieten. AlsBürgen ihres Gehorsams, verlangt er, daß die Besatzungin Zeit von zwei Stunden, die Stadt räume. Die beiden
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