September u, October 169V.
363
Tcreni von diesen Erklärungcir Mittheilung zu machen, worauf derselbe äußert, daß der Kurfürst vonBayern rüksichtlich der ersten zwei Punkte befriedigt sein werde. In Betreff der Beschirmung der Waldstädtcihm der Eingangs dieses Abschiedes enthaltene Beschluß mittelst ProtokollauszugcS mitgcthcilt und an'k)>> das Gesuch gestellt, cS wolle, in Abgang gültiger Tractate, vom Kaiser, wie dicö auch von Seitebrcmkrcichs geschehe», die Erklärung abgegeben werden, das eidgenössische Gebiet nicht zu betreten. Diesessichren verspricht Scrcni gehörigen OrtS zu befürworten; da aber eine kaiserliche Erklärung nicht so balderwarten sei, so hoffe er in wenigen Tagen vom Kurfürsten, als dem Generalissimus, eine entsprechende. imscrkläruilg auszuwirken. Dabei begehrt er zugleich, daß die von Frankreich nicht mehr besoldeten' Mann bei Äugst verbleiben, indem er auszuwirken hoffe, daß der Kaiser sie besolden werde. Ucber^!cs Anerbieten behält sich die Tagsazung Berichterstattung an die Obrigkeiten vor und erwartet indessen^ kaiserliche Erkärung. 1". Eö wird eine Antwort dcö kaiserlichen Gesandten, Grafen von Lodron, ausvom 14. September aus das Schreiben der Tagsazung vom 18. August vorgelegt, worin derselbe in. stellt, je eine Vertröstung, viclwcniger ein Versprechen gegeben zu haben, daß die Soldaten zu Äugst^ccicöthalcrn bezahlt, wohl aber, daß sie der Bezahlung halber unklagbar gehalten werden sollen. Dies^ "un auch der Fall, indem die den Truppen gegebenen Ncichsguldcn wieder ohne Vcrlurst abgcsczt werdenIm Fernern berichtet er, daß er am kaiserlichen Hofe eben in Unterhandlung begriffen sei, um diestell' Armaturgcgenständcu und andern dringenden Bedürfnissen in die Schweiz zu bcwcrk-
hen. Dabei wird bemerkt, eö befremde kaiscrlichcrscits nicht wenig, daß die in dem französischen Dienste)cnden eidgenössischen Truppen in der Schlacht zu Flcury das Meiste prästirt haben und daß die vcrab-^ m Attcstationcn über die Transitwaarcn mißbraucht werden. Auf die Nachricht, daß der Gesandte nächster^be selbst in Baden eintreffen werde, wird das Schreiben unbeantwortet gelassen, Mit Memorial vomSeptember macht der savoyische Gesandte eine Schilderung von dem Fortgang der Feindseligkeiten Frank-^ - durch die Savoycn schon unterworfen und die Untcrthancn zur Huldigung gezwungen worden seien,zu «Schiksal scheine auch der Eidgenossenschaft bereitet werden zu wollen, wozu die Fortificationcnikch Grcnzachcrhorn Anfänge seien. In Bchcrzigung dessen möchte die Eidgenossenschaft
Frankreich nicht einschläfern und von der Bcsorgniß beherrschen lassen, daß sie durch die Untcrstüzung^ "utcrdrüktcn Verbündeten ihre eigene Ruhe gefährden könnte. In Würdigung des Interesses deri» ^^cnschaft an der Erhaltung der herzoglichen Lande werden von der Tagsazung verschiedene Vorschläge^ "regnng gebracht, aber durchgängig für bedenklich und andern früher gefaßten Beschlüssen widersprechendTüre ^ Endlich wird der Gesandte durch eine Deputation angefragt, was er zur Untcrstüzung seinesder Eidgenossen wünsche, ob etwa ein JntcrccssionSschrcibcn an Frankreich. Darauf erwicdcrt
9»c , . ^c, er hätte gemeint, man würde im eigenen Interesse gegen die Untcrdrükung des HcrzogthumSabl. ^kigc Entschließung gefaßt haben; eine Fürsprache bei Frankreich müßte er als eine Erniedrigungw Der Gegenstand wird nun einfach in den Abschied genommen. I». Bern verlangt über folgendes^sfic ^ Abschieden vom April und Mai dieses Jahres seinen in Frankreich dienenden
der geschrieben, daß sie sich nur für diejenigen Länder verwenden lassen, welche Frankreich zur Zeit«l>.. ^cscrncucrung von 1663 besessen habe. Darauf seien die Officicrc, welche haben gehorsamen wollen,!«lls ^ Soldaten aber zurükbchaltcn worden. Eö wird Bern der Rath crthcilt, seine Soldaten cben-^"^"bcrufcn. I. Uri, Schwyz und Glarus, welche ihr Ausbleiben entschuldigt hatten, werden amTagsazung an die frühem Verabschiedungen erinnert, kraft deren in so wichtigen Vaterlandösachcn