Druckschrift 
6,2,a (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712
Entstehung
Seite
355
Einzelbild herunterladen
 

August 1690. 355

Waldstädte, Konstanz' und des FrickthalcS, gebunden halten, zx. In Betreff der mit Schreiben vom^ Juli vorgeschlagenen Neutralität SavoycnS antwortet der König von Frankreich unterm 19. gl. M., erhabe hierüber seinem Gesandten Instruction crthcilt, auf die er sich berufe. Der Herzog von SavoycnDickert »sit Schreiben vom 23. Juli, er verwundere sich, warum man die Neutralität nur für drei Pro-bwzci, und nicht vielmehr auch für den Rest seiner Lande jenseits des Gebirges proponirc. Er wünschedaß ein solches Projcct gemacht werde, gemäß welchem eine dem Zwck entsprechende Neutralität erreichtWerden könnte. Ucbrigcns könne er nicht ohne Einvcrständniß derjenigen Mutten handeln, die sich seinerAchten Sache annehmen. Von dieser Antwort wird dem französischen Gesandten durch einen Ausschuß^"tniß gegeben, welcher darauf crwicdcrt, daß dieses keiue Sache für den König sei. Alö dieser Ausschußwch mit dem savoyischcn Gesandten confcrircn wollte, reiste dieser unversehens ab, worauf man die Sache^"gestellt sein läßt. Ii. Mit Schreiben vom 1. August äußert der spanische Gesandte seine Vcr-^ Gerung, daß die Vorgaben Frankreichs, als beabsichtige der Kaiser einen Einfall in die Eidgenossenschaft,Mngcr Bcsorgniß Anlaß gegeben haben. Ihm sei von solchen Absichten nichts bekannt, aber FrankreichX dadurch nur den Zusammcnzug von Kriegsvolk, daS gegen Italien bestimmt sei, zu verdckcn. Schließlichdiejenigen Orte, welche ihren in Frankreich dienenden Offeriere» die beschlossenen Weisungen^ ^ ">cht erthcilt haben, solches beförderlichst thun werden. Hierauf erwicdcrt die Tagsazung unterm^^Ü»st, sie habe sich wegen Annäherung zweier feindlicher Heere bcsammclt; der Tranögrcssioncn halbergeschrieben, andere werden cS beförderlich thun und noch andere haben kein Kricgö-w Frankreich. Den Hauptlcutcn der neu geworbenen Compagnicn seien die uöthigcn Weisungen vorAbmärsche crthcilt worden. I. Baron von Rost, als Subdelcgirtcr dcö kaiserlichen Gesandten, berichtet

de»,>»it

schreiben vom 1. August, er könne Unpäßlichkeits halber nicht in Baden erscheinen und empfiehlt daher

»»d ' ^ Aufrcchthaltung der frühcrn Unterhandlung mit dem Wunsche, von der Antwort Frankreichs^>vicd ^ ^ ^''"Zösischcn Diensten stehenden eidgenössischen Officicrcn Mitthcilung zu erhalten. Es wird ihm^erd ^ kaiserlichen Gesandten getroffenen Verabschiedungen werden getreulich eingehalten

^ von den erwähnten Antworten werde man ihm Mitthcilung machen, sobald solche eingehen werden.^ st die Beschwerde, daß die Soldaten zu Angst noch immer mit schlechter RcichSmünzc bezahlt werden,de» uvch immer nicht eingerichtet und der freie Verkehr mit dem Reich gehemmt sei, werden an

djx.^^ichm Gesandten und den Rath zu Innsbruck unterm 18. August Schreiben erlassen, worin auf^>hi' besprochene Abhilfe gedrungen und in lcztcrcr Beziehung namentlich vorgestellt wird, daß man dieAig ^ Artikel, als Stahl, Degenklingen, Rohre u. dgl. auch gegen die verabredeten Attcstationcn nicht

el

^ Anschaffung eincö Ehrcngcschirrö zuerkannt. Einige Orte dcponircn ihren Thcil sogleich bei

werh Eriche beziehen könne und daß selbst die schon bezahlten und vcrarrcstirtcn Waarcn nicht abgcfolgtwolle», i. Auf abermalige Anregung der KricgSräthc zu Angst wird dem Rathshcrrn Mcpcr von^c», ^ vielen Bemühungen als eidgenössischer Ingenieur ein Geschenk von sechs Rcichöthalcrn von

»c»^scl

^ ^ ...

^ '^^^rn Kanzlei, andere nehmen die Sache i'vkoivnäum. »,. Auf die Vorstellung von Basel,^'ger Grenzen liegenden und thcilwcise in kaiserlichem Sold stehenden eidgenössischen Truppen aus

Hos, ^ ^"dtlit Proviant versehen werde», während sie selbst daran Mangel leide, wird an Baron vonhieben, daß Basel gestattet werde, aus dem Reich Getreide einzuführen. Baron von Stadel,»»d zu Constanz, berichtet, daß der Kaiser ihm daö Commandoauf dem Wald" übertragen habe

w Irland ein Sieg errungen worden sei. Dabei empfiehlt er, daö Interesse dcö Kaisers in guter