April 1K87.
189
ttt.
Conferenz der evangelischen Orte nnd Stadt St. Gallen.
Aara«. l <i»7, 22. bis 2<». April. (t2. bis 16. a. K.)
2taatsarch>» Zürich. Allg, Absch. Vd. KV, S. 2.
Gesandte: Zürich. Heinrich Eschcr, Bürgermeister; Johann Kaspar von Muralt, beS Raths. Bern,^hain Tillicr, ,Nt-Sekelmeistcr; Johann Rudolph Sinncr, Sckelmcistcr der wälschcn Lande, beide des Raths,larus und Basel. (Nicht vertreten.) Schaphausen. Tobias Holländer und Konrad Ncnkomm,e Bürgermeister. A p p c n z c l l - A u ß c r r h o d e n. Johann K onrad Zellwcgcr, Landammann. Stadt St."Ucn. Heinrich Hilter, des Raths.
^ ^llarus entschlildigt sein Ausbleiben schriftlich. I». Die Gesandten von Schaffhansen legen überfür die Reisegelder der französischen Flüchtlinge zusammengestcuerten Fond Rechenschaft ab, wornach sich^ rin Saldo von ungefähr 800 Gulden vorfindet. Wegen der immer noch großen Anzahl solcher Brr-cnc» wird beschlossen, einen neuen Fond zusammenzulegen, und zwar ans einem Drittel der von^'cnzkll-A>lßcrrhoden eingckommencn Stcucrgcldcr im Gcsammtbctrag von 1500 Gulden, aus einem Drittelvon Glaruö und den III Bünden erwarteten und nochmals zu sollicitircnden kollerten und aus einem^viiäsii^,, Zuschuß von 1000 RcichSthalcrn seitens der evangelischen und zugewandten Orte, mit Ucber->viw^ kilarus und Appenzell, womit wiederum ungefähr 2000 ReichSthalcr verfügbar werden. Bielum Entrichtung seines noch ausstehenden Kontingents von 40 RcichSthalcrn an den ersten Fond»nt/^ ' Gleichmäßig wird die Bildung einer Particularkassc für das Picmontcscrgcschäft beschlossen^ baftir bestimmt: ans den Stcucrgcldcrn von Appenzell 1000 Gulden, von den von Glarus und denerwarteten Collcctcn zwei Dritthcilc und endlich die 500 schon eingesandten und die aufU'isst"^ versprochenen 500 ReichSthalcr des Kurfürsten von Sachsen. Diese Kasse soll ohne Bör-ry, m ^"'"ülichcr Orte zu keinem andern Zwcke, als für die Piemontcsen, verwendet werden. «I. Es wirdvv„ bcr in gemeinem evangelischen Namen in Turin befindlichen bcrnischcn Gesandten Roy, KastellanAtcr ^"^"'"'°ücr, und Forcstirr, sammt vielen Beilagen verlesen. Aus demselben geht hervor, daß wenigHai/ gänzlicher Freilassung der Gefangenen vorhanden ist; nenn Pfarrer sammt ihren Hauö-
^ uiigc,, bcfindc» sich in den Festungen zu Nizza, Montmclian und Vrrrüc; eS sei wenig Hoffnung füraba -^^ücn Kinder zu haben und die Befreiung deren, so unter den Waffen gestanden, werde gänzlich^csai, Darüber wird nochmals eine Empfehlung an den Herzog von Savoyen erlassen und den
^uch,/^ welche das Recrcditiv bei Hofe schon erhalten hatten, die Weisung crthcilt, sofern dieser Schrittü»te " sollte, die Heimreise anzutreten. « . Rüksichtlich der Unterbringung der picmontcsischcn Thal-^tsclb ^ ^^wstantischcu Fürsten und Ständen ist man instructionSgcmäß allgemein der Ansicht, einigenciußcrt " Führung der Unterhandlungen zu überlassen und sie mit Empfehlungen zu versehen; allein dieseNü>ß;/" vielmehr die Begierde, im Lande zu bleiben, was ihnen erst mit vielen Gründen ausgeredet werdeni„ ^ ^"icr diesen Umständen wird beschlossen: I. Beim Kurfürsten zu Brandenburg, beim Landgrafen»M m Gcneralstaatcn und dem Prinzen von Oranicn soll durch vorläufige Empfehlungsschreiben
ch>ku, . für diese armen Leute angehalten und unter Borbehalt weitem mündlichen Berichtes ihre
»> diesen Landen angemeldet werden. 2. Herr David Holzhalb, des mchrern Raths von Zürich,