Juni 1686,
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2. Ferner wird geklagt, Waldshut fahre mit Errichtung neuer Zölle gegen die Eidgenossen fort undl ule an ungewohnten Ortcn auf dm Straßen Zollstökc auf, Gegen dicsc unbillige Behandlung im Münz-""ö Zvllwesen tvird bei der vordcröstcrrcichischcn Regierung zu rcclamiren beschlossen und in lcztcrer Beziehung'c Forderung gestellt, daß die unlängst in Waldshut im Namen der regierenden Orte durch Rathöhcrr»- uralt von Zürich und den Landschrcibcr zu Baden getroffene Uebcrcinkunft aufrecht gehalten werde, ansonstzu »lißbelicbigcn Repressalien veranlaßt würde. « . Der französische Gesandte erstattet den 8. Juli der^lununlung die gewohnte Versicherung des Wohlwollens des Königs und anerbietet den Eidgenossen seineDienste. Dabei rügt er indessen übelwollende Ausstreuungen, welche auf das beiderseitige BundcS-^'chältniß nachthciligen Einfluß ausüben könnten. Dieser Vortrag wird übungsgemäß crwicdert und den^rügten Ausstreuungen gegenüber versichert, die Eidgenossen werden stets aufrichtig bestrebt sein, ihren"ocspfljchtsn nachzukommen. «I. Mit Rüksicht auf die schuldige Bundcöhilfc gegen bedrohte oder angc-Orte gicbt man allerseits die bestimmtesten Zusicherungen, und zwar diejenigen Orte, welche das^u»al »och aufrechterhalten, unter Bezugnahme aus dieses; Uri, Schwyz, Untrrwaldcn ob dem Wald,^ b, katholisch Glarus und katholisch Appenzell lehnen jede Verpflichtung aus dem bei ihnen beseitigten
von Mollondin, des innern Raths von Solothurn, Abgesandter der Jntcrcssirtcn^ ^o>cr Regimenter auö den verflossenen Dreißigerjahrcn in Paris, berichtet mit Schreiben vom 19. Juni,alz ' König gut aufgenommen und an dir Minister gewiesen worden, welche nichts Anderes einwenden,ä'rrd^ Fonds zur Bezahlung anweisen möchte. Zur Beförderung deö Geschäftes
»nt> ^ Vorort Zürich im Namen aller Orte neue eindringliche Jntcrccssionöschrciben an den König
n'a ^ Minister erlassen. I. Wie Basel beschwerend vorbringt, hat zwar der Kaiser auf die unter cidgc-u»d erlassene Vorstellung wegen Beeinträchtigung des Gewerbes der Schnürmacher, Passementcr
sck ^^^dmarbcitcr versprochen, eine Untersuchung zu veranstalten und nach Umständen Abhilfe zubaher^ ^'^os Versprechen sei bisher ohne Erfolg geblieben. Auf daherigcS Ansuchen Basels wird
"cchmaligcS Empfehlungsschreiben an den Kaiser erlassen. Das erneuerte Begehren um Bc-dcr ^ kosten der lezten Gesandtschaft nach Burgund wird abermals in den Abschied genommen; ebenso^l»s UntcrwaldcnS, daß solche Gesandtschaften künftig unter den Ortcn umgehen sollen. Ii. Auf
Flor ^mgcr Untcrthanen von Pcdcmontc in der Landvogtci LuggarnS wird an de» Großhcrzog von^ öas Ansuchen gestellt, diesen Leuten die von Alters her so wohl versehene Zollwachc in Livorno,wieder einiger Zeit von den Bcrgamaskcrn und aildcrn Italienern an sich gerissen worden sei,
d, m "Erlassen oder doch wenigstens etwa dreißig Mann dafür in Dienst zu halten. il—(S. u.
Freiherr Raßlcr notificirt mit Schreiben vom 2. Juli seine Wahl zum Vicckanzlcr derv°n > ^.^"^uchen Lande und verlangt zu vernehmen, wessen sich die X Orte wegen des VcrglcichScntwurfeSÄistr ^ ^treffend das Juriödictionsgcschäft auf dem Bodrnscc, entschlossen haben. Nach Eröffnung derAnhörung des Berichtes des Landschrcibcrs im Thurgan und dahcrigcr Berathung wird ihm^'ficirt^ crwicdert: Zürich, Bern, Nidwaldcn, Zug, Freiburg und Solothurn haben das Projcct' ^"ch in der Auffassung, daß der geometrische Schritt in den verglichenen 1590 Schritten auf drei^ verstanden sei und daß durch daö Stappclrccht und das Wort „Trichter" der Stadt Constanz^ " Rechte zugegeben seien, als welche sie bis dahin gegen das Thurgan ausgeübt habe; die^ ^ ^ rekerenänm genommen und werden ihre Entschließungen später mitthcilcn.
u. d. Vogteicn.)