November 1685.
;>2.
Gemeineidgeiwssische Tagsazunq und Conferenz der VII das Thurgau regierende» Orte.
Vaden. litt!.'», Conferenz vom LL. bis L4. November. — Tagsazung angefangen den
L5. November.
Staatsarchiv Zürich. All». Abich, Bd. Nö. S. soo. - Staatsarchiv Lucer». All». Absch. Bd. I.XXl, toi, >42.
Landesarchiv Tchwüz. Abschiede.
Gesandte: Zürich. Johann Kaspar Hirzel, Bürgermeister; Johann Kaspar Eschcr, Statthalter-Bern. Johann Anton Kilchbcrgcr, Schultheiß; Abraham Tillicr, Sckclmcister. Lucern. Rudolph Mohr,Ritter, Statthalter und Bcnucr; Johann Martin Schwyher, Landvogt und des Raths. Uri. Joha»"Karl Püntincr, Landammann; Johann Franz Schmid, Landschrcibcr und des Raths. Schwyz. Jak^Weber, Ritter, Landammann; Franz Bctschart, alt-Landaminann. Untermal den. Peter Eich, La»^ammann ob dem Wald; Johann Ludwig Lussi, Landammann nid dein Wald. Zug. Beat Jakoblaubcn, Ritter, alt-Ammann; Christoph Andermatt, Sekclmcister. Glarus. Johann Georg Bachma»",Landannnann; Christoph Clmcr, Statthalter. Basel. Johann Christoph Burkhardt, Obtrstzunftincisi^Johann Balthasar Burkhardt, Dreicrherr. Frei bürg. Johann Castclla, Sckelmcister; Franz Philipp ^Lauten genannt Hcyd, Bürgermeister. Solothurn. Victor Bescnval, Ritter und Vcnner; Ursus S>ül,Sckelmcister. Schaff Hausen. Johann Kourad Ncukomm, Bürgermeister; Tobias Holländer, alt-B »rg^mcistrr. Appenzell. Johann Konrad Gygcr, Ritter, Landammann und Pannerherr, von Jnncrrhodt>''Laurenz Tanner, Landannnann, von Außcrrhodcn. Abt von St. Gallen. Fidel von Thum,Landhofmcistcr. Stadt St. Gallen. Tobias Schobingcr, Sckclmeister.
Der französische Gesandte versichert in dem ihm gestatteten Vortrage den ganzen eidgenössisch^Stand der Wohlgcmogcnhcit des Königs und mahnt zu freundlicher Beilegung der schwebenden innerngclcgcnhcitcn. Es wird ihm durch einen Ehrcnausschuß die übliche Erwiederung gemacht, seine wohlmci»^Mahnung verdankt und ihm die Einschließung der zugewandten Orte in den Waffenstillstand und die ^fricdigung der Ansprachen der vier Regimenter von 1635, 1636 u. 1637 empfohlen. Auf lcztercwird crwicdcrt, die Einschließung in den Waffenstillstand sei auf alle diejenigen gemeint, welche im Bu>^'mit Frankreich begriffen seien. Was die Ansprachen der Particularcn aus den erwähnten Jahren betreffe, ^vernehme er, daß sie eine Gesandtschast an den Hof zu schikcn beabsichtigen, welche wohl ohne seine ^pfchlung etwas ausrichten werde; gleichwohl wolle er auch gern daö Seiuigc beitragen. I». Die ^evangelischen Städte eröffnen, sie hätten vernommen, daß wegen den von ihnen aufgenommenen französil^RcligionSgcnosscn manchen Ortes Bedenken öbwaltcn. Allein die Anzahl derselben werde übertriebe»gegeben, auch halten sie sich nur provisorisch bei ihnen auf und ziehen in deutsche Lande ihrersobald sie daselbst ruhigen Aufenthalt finden. Die gemeinen Vogtcien werden damit in keiner Weise besch^werden. Die katholischen Orte crwicdcrn, ihnen sei von einer gar großen Zahl solcher Flüchtlinge bcrichworden, weshalb sie instructionsgemäß wegen besorgter Theucrung und Ungclcgcnheit hätten Einsprache >"^sollen, wie sie denn auch den Landvögtcn in den deutschen Vogtcien gewisse bezügliche Befehle crtheiltsie werden nun aber diesen Bericht sammt der obigen Erklärung der gemeinen Vogtcien halber