Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
216
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216Der verstümmelte Leichnam wird bei den Haaren bis un-ter die Thüre des Hauses geschleift, welches Gas ehemalsbewohnte. Hier legt man ihn auf die Schwelle, wo er,sechs und dreißig Stunden lang, allen protestantischen Un-geheuern zur Stufe dient, welche das Haus besuchen, umsich über die Verwüstung desselben zu freuen. Mit wahremWohlbehagen geben sie dem Leichnam einen Fußtritt nachdem andern; stoßen denselben hin und her und trampeln aufihm herum. Das ist noch nicht alles. Man schleppt ihn aufdie Esplanade, um ihn dort den auswärtigen FreiwilligenPreis zu geben. Man befestiget ihm ein Stück Brod, nichtauf den Mund, sondern auf die Stelle, wo dieser sonst war;zerschmettert ihm den Kopf mit Flintenkolben und ruft dazu,Friß, du katholischer Hund! und ruf noch ein-mal: Es lebe der König!Wir dürfen nicht unbemerkt lassen, daß die Kinder desUnglücklichen, von allem entblößt, sich zu ihrem Großvaterbegeben, und ihn um einige Unterstützung bitten.War-um nicht gar? antwortet man den bedauernswürdigenGeschöpfen: Es ist eine gerechte Strafe dafür,daß euere Mutter ihre Religion verändert hat.Geschwind zur Thür hinaus!Wir überlassen es dem gefühlvollen Leser, selbst die Be-trachtungen anzustellen, welche bei dieser schauderhaften Be-gebenheit sich in jede, nicht ganz verwilderte Seele drängenmüßen. Sollte man es aber wohl erwartet haben, daß dieRevolution dem religiösen Fanatism neue Nahrung, neueStärke geben werde? Wohlbedächtlich haben wir die Ge-schichte der Familie Gas, nach allen ihren Umständen, hiereingerückt. Sie beweist es nämlich, daß nicht alle Verbre-chen, welche seit dem Jahre 1789 begangen wurden, der