Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
215
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215fen Kopf und den des Schufts Pelatan lie-fern.Pelatan war ein Bewohner von Nimes, der gleich-falls seinen Glauben abgeschworen hatte.Die älteste Tochter kehrt auf einen Augenblick in dasväterliche Haus zurück. Ein gewisser Blanc PascalProkurator und Mitglied des Stadtklubbs, ergreift sie undverwundet ihr den Busen mit dem Knopf seiner Pistole,um sie durch diesen empfindlichen Schmerz zu zwingen, denSchlupfwinkel ihres Vaters anzugeben. In eben dieser Ab-setzt ihr ein andrer den Degen auf den Unterleib.Am Dienstag den 15. Jun. wird endlich die bisherigeFreistätte des unglücklichen Gas entdeckt. Man schlepptihn bis in den Hof des Pallastes. Während man hier dar-über berathschlagt, ob man ihn in das Gefängniß werfensolle, giebt ihm ein Tischlerpursche einen Beilhieb in denNacken. In dem nämlichen Augenblick drückt ein Andrerseine Flinte auf ihn los und durchbort ihn zugleich mit demBajonett derselben. Gas sinkt, von tausend Wunden be-deckt, zu Boden. Man schneidet ihm die Arme und dieBeine ab. Ein gewisser August Cassenac sagt zu seinenSpießgesellen:Wer ein guter Patriot ist, derwasche seine Hände im Blut eines Katholi-ken und Aristokraten! und indem er das sagt,thut er es auch.Bertrand, der Vater der Wittwe, und seine dreiSöhne, ihre Brüder, kleiden den Ermordeten aus, neh-men seine Uhr und sechs Louisd'or hinweg, welche auf derStelle zu einem Saufgelage verwendet werden.Wem starrt nicht bei dieser Erzählung das Blut in denAdern? O Fanatism, politischer und religiöser Fanatism!unter allen Leidenschaften bist du die höllischste!