— 214ward in der Folge zum Abgeordneten von Nimes erwählt,um mit einigen andern der großen Föderation beizuwohnen,welche am 14. Jul. 1790 beschworen wurde.Ein Dritter, eben so nichtswürdiger und grausamerMensch macht sich an die älteste Tochter und schlingt ihr ei-nen Strick um den Hals. Andre Freiwillige schleppen dieübrigen Kinder dieser bedaurenswürdigen Familie bei denHaaren auf dem Pflaster herum.Ein ganzes Detaschement von vierhundert Mann dringtin das Haus. Größere Angst und größere Mißhandlungen.Die Mutter bekommt einen Kolbenstoß, der sie zu Bodenstreckt. Man hält sie für todt und verläßt sie. Der Va-ter hatte sich gleich Anfangs davon gemacht; er wußte, daßes eigentlich ihm gelten sollte. Das Haus wird rein aus-geplündert; den Weinsässern stößt man den Boden ein;was man nicht mitnehmen kann, wird zerschlagen.Mitten unter diesen Unordnungen findet die ältesteTochter Gelegenheit, ihren Vater in Sicherheit zu bringen.Er hatte sich in dem Hofe eines seiner Nachbarn versteckt.Ihr Bruder rettet sich über die Dächer und erreicht dasberühmte Amphitheater von Nimes. Seine Rettung gleichteinem Wunder; mehr als fünfzig Flintenschüsse wurdenauf ihn losgebrannt. Man schreit von unten: „Tödtet,tödtet! Es ist der Sohn eines Katholiken.Zwei andre Fluͤchtlinge, weniger schnell auf den Beinenals er, kommen an seiner Seite um. Die Mutter erholtsich inzwischen, flüchtet zu einem ihrer Nachbarn und hörtauf der Gasse das Geschrei: „Wir müßen schlech-terdings den Kopf des Schurken Gas haben,unser Hauptmann verlangt ihn. Er will unsfunfzig Louisd'or geben, wofern wir ihm die-
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