Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
213
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213blicke durch Spott zu verbittern das war es, was dieProtestanten des südlichen Frankreichs, aus wilder Rachgierdesich erlaubten. Von vielen Beispielen wählen wir nur eineinziges. Hier ist die traurige Geschichte der Familie Gas. 1)Louise Bertrand, eine geborne Protestantin,schwört ihren Glauben ab und wird katholisch. Sie thut esin der Absicht, um Gas, einen Weinhändler zu Nimes zuheirathen.Am Sonntag den 13. Jun. entsteht zwischen den katho-lischen Freiwilligen und einigen Nationaldragonern ein hefti-ger Streit. Bald kommt es zu Thätlichkeiten; das Blutfließt in den Straßen; Gas zieht sich in sein Haus zurück.Des andern Morgens, sehr frühzeitig, treffen starke Kom-pagnien von Nichtkatholiken bei der Stadt ein. Sie kom-men aus den Cevennes, von Vaunages und Gardonenque,und lagern sich auf der Esplanade, nicht weit von Gas'sWohnung.Ein Trupp dieser Freiwilligen geht in das Haus; ihr An-führer setzt der Gattin des Weinhändlers die Flinte auf dieBrust, und ein andrer Protestant schwingt den Säbel, um ihrden Kopf zu spalten. Dieser Letztere, Namens Gasgudel,1) Die hier erzählten Auftritte sind freilich schauderhaft, aberman vergesse es nicht, daß Gas einer von den Hauptleu-ten der Rothquasten war. Und diese waren, wie oben ge-sagt, der angreifende Theil; die Protestanten übten nur dasVergeltungsrecht. Leider! übten sie es auf eine so grausameWeise, daß man den Schluß daraus machen muß: sie weren um nichts besser, als ihre Gegner.Der Unterst.