October 4682,
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43.
Conferenz der V katholischen Orte.
Brunne»». UtttL, S i. Oetober.
VaudcSarchiv ZchwNU Abschiede.
Gesandte: Lucern. Joseph Amrhpn, alt-Schulthciß; Rudolph Mohr, Statthalter; Aurelian Zurgilgcn,^pcndhcrr und des inncrn Raths. Ur i. Anton Schmid, Landannnann; Johann Heinrich Bcßlcr, Panncrhcrr.^chwyz. Franz Bctschart, Landannnann; Franz Ehrlcr und Ritter Jakob Weber, beide alt-Landannnann;Rurich Fridolin Rcding, Pannerhcrr. Untcrwaldcn. Wolfgang Müller, Statthalter ob dem Wald;^kob Stultz, Landannnann, nnd Johann Ludtvig Lnssi, alt-Landannnann nid dem Wald. Zug. LandvogtMüller, des Raths; Andreas Jtcn von Acgcri, Sckclmcistcr.
u> Die an den Gubernator von Mailand abgeordneten und wieder „ganz angenehm" hier angelangten^wgcsandten erstatten Bericht über ihre Verrichtung. Dem Gubernator, der sich in Varcsc aufgehalten,^bcn sie instructionSgcmäs! eine Abschrift der Beschwcrdepnnkte dorthin gcfchikt nnd dann die Anzeigefallen, daß sie in Mailand zur Audienz werden zugelassen werden. Nachdem sie von der Zeit der Abreise^s Gubcrnators Kcnntniß erhalten, seien sie demselben nach Mailand nachgefolgt, wo ihnen ans denAgenden Tag die Audienz angcsczt worden war. Als sie auf den Schloßplaz gekommen, seien sie imAuftrag des GubcrnatorS durch einen gewissen Cislago angefragt worden, was für einen Charakter sie^ü'cn, worauf sie erklärten, Abgesandte der mit Spanien verbündeten Stände zu sein. Bei der Audienz^bc ih„f„ ^ Gubernator lind der Senator Herda vcrdeutet, der Gesundhcitsrath sei von Karl V. undZubern Königen hoch privilcgirt und daher zu gewärtigen, waö derselbe auf die Bcschwcrdcpunkte antworten^'crdc. Da sie dann vernommen, daß die meisten Mitglieder desselben sich noch auf dem Land aufhalten,gegen St. KarlStag (4. November) nach Mailand kommen werden, und daß der Gubernator amnach der Audienz sich wieder sogleich nach Varcsc begeben wolle, haben sie sich an den Oberst vonKölbingen gewendet, welcher sich an den Hof verfügt und vom Gubernator die Weisung zurükgcbrachthabe, stx in seiner Abwesenheit nur mit dem Senator Herda, des Papstes Neffen, unterhandeln. Da"bcr auch dieser sich auf die Mitglieder dcS GcsundhcitsrathcS berufen, und ihnen und si^iHo volanto eineAntwort eingckonnncn, haben sie sich sogleich auf die Rükrcisc begeben. Dieser Bericht wird den beidenAbgeordneten bestens verdankt und im übrigen acl rölerenünin genommen. I». 1. lim weitere schimpflicheBehandlung seitens des Gcsundheitsralhö zu vermeiden, wird beschlossen, dieses Jahr den Lauiscrmarkt zu^IPcndircn. Dagegen wird den Viehhändlern aus den anwesenden Orten der Paß nach Mailand gestattet;
>ollcn sic ihrer Obrigkeit oder dem Commissär in Bellen; eidlich versprechen, ihr Vieh weder dircct nochU'dircct in LauiS zu verkaufen. 2. Dem Landvogt Hcpmann zu Sargans wird ein ernstlicher Verweis crthcilt,er wider den obrigkeitlichen Befehl den Paß in die cnnctbirgischcn Vogteicn gestattet und dadurch eine^vßc Konfusion angerichtet und den regierenden Orten einen Schimpf angcthan habe. v. Der InhaltG>cs Schreibens von Wallis wird aü rkferoncliiin gcnömmcn, weil über den gleichen Gegenstand eines von^rn eingegangen war, das man eben nicht bei Hand hat. «I. (S. u. Bcllcnz :c.)
Alan sehe auch in dem Abschnitte Herrschaftsangclegenhciten:
^"«teien Bellen; -e. »I. Art. t7.