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September 1K8Z.
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Cvllferenz der V katholischen Orte.
Lucern. U»«L, L7. September.
Staatsarchiv 0»ccr». Mg, Absch, Bd, I.XVIII, kal, 184,
Gesandte: Luccr n, Eustachius von Sonncnberg, Schultheiß uud Panncrhcrr; Joseph Amrhyn,alt-Schulthciß und Panncrhcrr; Beat Schumacher, Statthalter und Sckclmcister; Johann Thüring Göldlin,Vcnncr und des Raths, tl r i. Anton Schund, Landammann; Johanir Heinrich Bcßlcr, PanncrhcrrSchwpz. Franz Bctschart, Landammann; Franz Ehrlcr, alt-Landammann. Untcrwaldcn. WolfgangMüller, Statthalter ob dem Wald; Johanir Jakob Stultz, Landammann, rmd Johann Ludwig Lussi, alt-Landammann nid dem Wald. Zug. Landvogt Paul Müller, des Raths; Franz Kreuel, alt-Ammann.
Diese Confcrenz findet wesentlich deswegen statt, weil Bcllcnzer Handelsleuten, welche sich behufsEinkaufung von Früchten nach Pallanza auf mailändischcs Gebiet begeben wollten, durch den zu Cauobbioaufgestellten Commissär des Gesundheitsrathcs von Mailand das Betreten des Landes und der freie Kaufverwehrt worden war, was als ein Schimpf für die zu Bcllcnz regierenden Orte aufgenommen wurde. Eswerden hierauf Schreiben von Zürich pnd Glarrrö und vom Landvogt zu Lauiö verlesen, welche sich überdie Abstellung des dortigen Markts beschweren; ebenso wird von dem Schreiben des Gesundheitsrathcs z»Mailand an die Gesandten des cnnctbirgischcn Sindicats Kcnntniß genommen. Nachdem ein Antrag, vier-zehn Tage nach der Zeit dcö Lauiser Markts den Vichtricb nach Italien zu erlauben, als gefährlich unscompromittirlich beseitigt worden ist, wird beschlossen, cincsthcils, nach der gewohnten Zeit des LauisirMarkts den wälschcn Handelsleuten den Eintritt in das Land behufs Ankauf von Vieh zu gestatten,andcrnthcils aber im Namen der V Orte zwei Gesandte an den Gubernator abzusenden, mit dem Auftrag,diesem das feindselige Benehmen des Gesundheitsrathcs, dessen Extorsivncn und Bcrlczungcn dcö fremde»Verkehrs und der Kapitulation von 1585 vorzustellen, mit der Bitte, daß er Namens des Königs, ihresBundesgenossen, Abhilfe schaffe. Mit dem Gcsundhcitörath, als aus Untcrthancn des Königs bestehend, sollesich die Gesandtschaft nicht einlassen, vom Lauiser Markt nicht reden und überhaupt auf keine ander»Geschäfte eintreten. Bis zu ihrer Rükkchr oder bis zu befriedigender Bcrichtgabc soll auch kein Vieh überden Berg getrieben werden. I». Der Abschied über den Vermittlungsversuch in Glaruö wird vorgelegt unsmündlich darüber Bericht erstattet. Auch wird der Landsgcmcindcbcschluß von katholisch Glarus sammt cincrin acht Punkten bestehenden Reflexion über das VerglcichSprojcct der katholischen Schicdlcutc angehört, welchAlles darin besteht, daß die Katholischen eine ehrliche und billige Landcsthciluug, oder aber das eidgenössischeRecht begehren. Dieser Gegenstand wird in den Abschied genommen, damit jedes Ort Luccrn seine Ansichtmittheilcn möge, um dann auf gelegene Zeit eine Versammlung gcsammtcr katholischer Orte veranstalten z»können. «— I>. (S. u. d. Vogteicn.) i. Zürich wird in Antwort auf sein Schreiben an Luccrn dieBestätigung des Abrufs des Lauiser Markts angezeigt, und dabei gemeldet, daß eine Gesandtschaft an de»Gubernator von Mailand abgeordnet und bis auf eingegangene Nachricht über die Verrichtung derselben derVichtricb über den Berg eingestellt werde. It. (S. u. Thurgau.) I. Wegen des großen Ucbcrschwalls desfremden Bettclgesindcls wird beschlossen, daß den öfters gemachten Ordnungen gemäß jedes Ort seine