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October 1681.
1Z.
Gemeineidgenössische Tagsazung.
Basel. !4. October.
Staatsarchiv Luccrn. A«g. Absch. Bd. UXVU. fvl. >24. - Stadtarchiv St. Mail-». Eid». Absch. Bd. XI, «dl. 17».
Gesandte: Zürich. Johann Kaspar Hirzcl, Bürgermeister. Bern. Sigmund von Erlach, Schultheiß.Luccrn. Rudolph Mohr, Ritter, Statthalter und Stadtvenner; Johann Thüring Göldlin von Tiefenau,Vcnncr und des Raths. U r i. Anton Schmid, Landammann; Sebastian Emanucl Tanncr, Ritter.Schwyz. I>r. Jakob Weber, Landammann; Franz Betschart, alt-Landammann. Untcrwaldcn. PeterEntz, Landanunann ob dem Wald; Johann Ludwig Lussi, alt-Landammann nid und Landöhauptmann obund nid dem Wald. Zug. Beat Jakob Zurlaubcn, Ritter, alt-Ammann; Johann Kaspar Euster, alt-Sckclmeistcr. G l a r u s. Johann Peter Weiß, Landammann; Johann Georg Bachmann, Statthalter.Basel. Johann Ludwig Krug, Bürgermeister; Emanucl Socin, Obrrstzunftmcistcr; Christoph Burkhardt,Drcicrhcrr; Johann Friedrich Weitstem, Statthalter. Frei bürg. Tobias Gottra», Schultheiß; Johannvon Castclla, Sckclmcister. Solothurn. Franz Suri, alt-Schultheiß; Johann Victor Bcscnval, Stadt-venner und Sckclmcister; Joseph Wilhelm Wagner, Stadtschrcibcr. Schaffhausen. Johann KonradNcukomm, Statthalter ; Tobias Holländer, Pannerherr und Sckclmcister. Appcnzel l. Ulrich Guter,Statthalter, von Jnncrrhoden; Ulrich Schmid, Landammann und Panncrhcr, von Außcrrhoden. Abt vonSt. Gallen. Fidel von Thurn, Ritter und Landhofmeistcr. Stadt St. Gallen. Johann JoachimHaltmcvcr, Bürgermeister. Biel. Abraham Scholl, Bürgermeister.
Die gegenwärtige Tagsazung, welche des Königs Bcwillkommung im Elsaß zum Zwck hat, wirdals Fortsezung derjenigen zu Baden vom 9. October erklärt, wcßhalb Basel den Vorsiz dem Vorort Zürichüberläßt, jedoch ohne nachthcilige Folgerung für irgend eines der Orte. I». Laut Bericht von Zürich istder französische Gesandte von Grave! in dem Dorfe Binningen bei Basel angelangt und hat seine Ankunftder Session mit einem freundlichen Gruße melden lassen, worauf ihn ein Ausschuß, nämlich StatthalterMohr von Luccrn und Landammann Schmid von Uri bccomplimcntirt und ihm den Auftrag der Tagsazungeröffnet hat, den König im Namen gemeiner Eidgenossenschaft zu bcwillkommcn. Auf den Wunsch der Tag-sazung, es möchte den Eidgenossen die Audienz in Ensisheim crthcilt werden, da der König es vielleichtnicht wohl aufnehme, wenn man ihm nur bis Hüningcn entgegengehen würde, macht der Gesandte demAusschüsse gleichwohl Hoffnung, daß die Audienz auch in Hüningcn stattfinden dürfe. Die zwei Ab-geordneten empfehlen aber dem Gesandten, der seinen Sohn, Marquis von Marly, zur Erkundigung in dasHoflagcr abzufertigen versprach, die Audicnzcrthcilung in Hüningen nicht als ihren eigenen Wunsch verlautenzu lassen. In Erwartung des nähern Berichts des Marquis von Marly bcrathcn sich die Ehrcngcsandtcnüber die Art und Weise der Bcwillkommung des Königs und genehmigen das von Zürich entworfeneConcept; sie kommen auch überein, daß die Bcwillkommung der Königin, des Dauphin und der Dauphinc,sowie des Königs Bruders, des Herzogs von Orleans, und seiner Gemahlin gleichfalls durch die gesammtcEhrcngesandtschaft vorgenommen werde. Es wird aber dabei aufmerksam gemacht auf den merklichenUnterschied zwischen der königlichen Familie und des Königs Bruder, da dieser vor dem Könige ebenfalls