— 206 —Kammeraben erklärte dem H. von Voisin, daß er diesemBefehle nicht gehorchen werde, und ward dafür ins Ge-fängniß geworfen.“ Diese Aussage setzt alles in Bewe-gung. Die Bürger versammeln sich in einer Kirche undberathschlagen über die zu ergreifenden Maßregeln. AlleStimmen vereinigen sich dahin, die Absetzung des Kom-mandanten und die Freilassung des Soldaten zu fordern.Ein großer Haufe begiebt sich, mit dem Magistrat an derSpitze, nach der Feſtung. Die Munizipalbeamten ſiellendem Herrn von Voisin vor, daß sein Benehmen mit demBeſchluß der Nationalverſammlung ganz und gar nicht über-einstimme. Er antwortet: „Ich kenne keine andereBefehle, als die, welche ich durch die Hand derMinister erhalte.“ Man fordert ihn auf, sich in dieKirche St. Johann zu begeben, wo alle Bürger versammeltwären und auf den Ausgang dieser Verhandlung warteten.Er geht mit vier Munizipalbeamten dahin. Hier versuchter, sein Betragen zu entschuldigen; sein Regiment machtihm Unruhe, wie er versichert; er besorgt, daß die Bür-ger einen Angriff gegen die Festung im Sinne haben. DasVolk, über eine so elende Rechtfertigung aufgebracht, ver-langt die Bestrafung des Verräthers. Einige biedere Bür-ger, die das Aufbrausen des großen Haufens kennen, thunden Vorschlag, Herrn von Voisin ins Gefängniß zu füh-ren. Umsonst. Zwar suchen ihn die Munizipalbeamten unddie Nationalgarde zu schützen, indem sie ihn in ihre Mit-te nehmen; — aber gleichwohl wird er durch einen Pisto-lenschuß, zu Boden gestreckt. Die Weiber — äch! schonwieder Weiber! — verlangen ihm den Kopf abzuschneiden.Jedoch gelingt es den konstituirten Gewalten und der Nationalgarde, den Haufen zur Ruhe zu bringen, indem sie
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