— 205 —funfzig Unglücklichen in das Gefängniß gebracht werden.Dies rettet sie vom Tode, der über ihren Häuptern schwebt.Der Adel und die Geistlichkeit wähnt, die Gegenrevo-lution sey zu Montauban völlig zu Stande gebracht; alleindie vereinigte Jugend von Bordeaux und Toulouse eilt her-bei, um ihre unterdrückten Brüder zu rächen. Der Königsendet einen Kommissär; dieser kassirt die Munizipalität undstellt den Frieden wieder her. Es ergiebt sich bei nähererUntersuchung, daß, um die erzählten Unordnungen zu be-wirken, einige starke Geldsummen unter die gemeinen Wei-ber, unter die ärmern und mißvergnügten Einwohner sindvertheilt worden.Der Bericht, den man der Nationalversammlung überdiese Begebenheit abstattet, wird sehr verschieden aufge-nommen. Die Abgeordneten der Geistlichkeit und des Adelsschieben alle Schuld auf die Protestanten; die Abgeordne-ten dieser Sekte wälzen sie zurück auf die Katholiken.aEreignisse zu Valence, am 10. Mai 1790.Herr von Voisin, Befehlshaber der Zitadelle, standnicht ohne Grund (man sehe den folgenden Brief) im Ver-dacht, daß er ein Feind der Konstitution sey. Einige Sol-daten kamen und zeigten der Munizipalität an, daß er zwei,mit Kartätschen geladene Kanonen gegen die Stadt haberichten, und einer großen Menge seiner Untergebenen scharse Patronen habe austheilen lassen, mit dem gemessenenBefehl, auf die Bürger zu feuern, sobald sie vor der Fe-stung sich sehen ließen. Sie fügten hinzu: „Einer unser
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