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1 (1801)
Entstehung
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203
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203Bürgerlicher und religiöser Krieg zu Montau-ban, den 10. Mai 1790.Zu der Zeit machten die Protestanten ungefähr den sechs-ten Theil der Bevölkerung von Montauban aus; und seit lan-gen Jahren lebten sie mit den Katholiken in dem besten Ein-verständniß. Als die Revolution ausbrach, ließen sie sich,ohne Unterschied der Religion, bei der Nationalgarde ein-schreiben und thaten gemeinschaftlich den Dienst. Ein sogutes Vernehmen stimmte aber keineswegs mit den Plagendes Adels und der Geistlichkeit überein. Diese beiden Kasten,Feinde aller Ordnung, wendeten ihre gewöhnlichen Kunst-griffe an, um Bürger zu entzweien, die nur einen Glau-ben zu haben schienen. Man brachte es dahin, eine Muni-zipalität zu organisiren, gerade so, wie man sie haben wollte;das heißt mit andern Worten: man lenkte die Wahl auflauter erklärte Feinde der Freiheit. Von dem Augenblickean kannte man nichts angelegeneres, als die ehemaligenZwistigkeiten der beiden Sekten wieder aufzuregen. Es ge-lang; Katholiken und Protestanten haßten sich, wie sie es invorigen Zeiten gethan hatten. Ihr ganzes Bestreben giengdahin, sich gegenseitig von allen Ehrenstellen, von allen ein-träglichen Aemtern auszuschließen.Die Aufhebung der Klöster, welche von der konstitui-renden Versammlung war beschlossen worden, bot dem höl-lischen Eifer der Munizipalität ein freies Feld für ihretreulosen Entwürfe. Absichtlich wählte sie den SonntagRogate, um an demselben die Inventur der geistlichenStiftungen vorzunehmen. Sie war versichert, daß sie andiesem Tage das Volk versammelt und zur Bezeigung sei-