— 201genug seyn; der Leichnam wird auf mehrere öffentliche Plä-tze geschleppt und endlich in Fetzen zerrissen. 1)Bedurften die muthigen, die feurigen Marseiller einesso gräßlichen Schauspiels, um sie zur Zerstörung des FortsSt. Johann zu reitzen? Schon arbeiteten sie daran mit ebendem Eifer, den einst die Pariser bei Niederreissung der Ba-stille bewiesen hatten, als ein Dekret der Nationalversamm-lung ankam und die Zerstörung einer Zitadelle hemmte,welche der Stadt Marseille nicht allein zugehörte. SolcheDenkmäler sind in der That das gemeinschaftliche Eigen-thum des ganzen franz. Reichs. So störrig sich die Mar-seiner gegen den militärischen Despotism bewiesen hatten,eben so folgsam zeigten sie sich gegen die rechtmäßigen Ge-wal.en.Die Festungen von Montpellier und St. Esprit wur-den gleichfalls vom Volke eingenommen, aber kein TropfenBluts war dabei vergossen.1) In dem Bericht, welcher über diesen Vorfall in der Nationalver-sammlung abgestattet wurde, wird erzählt: Beauffet und sei-ne Offiziere hätten einmüthig beschlossen, nicht aus der Zitadellezu seuern, sondern gutwillig eine Abtheilung Bürgersoldaten indieselbe aufzunehmen. Dies sey geschehen; man habe den Abendin dem besten Einverständnisse zugebracht, und erst am folgendenMorgen sey jene Beschuldigung von einigen persönlichen FeindenBeaussets im Publikum ausgestreut worden.Der Uebers.
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