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1 (1801)
Entstehung
Seite
189
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. 189Offiziere dies auch zu verhindern suchten. Die Wohnungdes Pfarrers zu St. Paul hatte das nämliche Schicksal;man fand einen Vorrath von Waffen in derselben.Das Blut floß; man erwürgte alle Schuldige, derenman habhaft wurde; aber keines ihrer Oberhäupter warnoch bestraft. Man führt Kanonen gegen die Thürme; dieBelagerten verlangen zu kapituliren; die Bedingungen ge-fallen ihnen nicht. Die Thürme werden also angegriffen undvon vereinigten Freiwilligen mehrerer Kantons erstiegen. Eingroßes Blutbad wird darin angerichtet, allein Froment,Follacher und Descombies entrinnen dem Tode undden Nachsuchungen der Ueberwinder. 1) Das Haus desErſtern wird geplündert. So endigte ſich der 14. Mai.Der folgende Tag war fast ganz der Rache gewidmet; lei-der! wurden die Gesetze der Menschlichkeit dabei oft mitFüßen getreten.Als die Ruhe einiger Maßen hergestellt ist, werdenauf Befehl der Munizipalbeamten, bei den Hauptleutender Rothquasten Haussuchungen gehalten, und vorzüglichbei einem, Namens Gas, 2) einem Weinhändler, der,wie man behauptet, ein Faß mit Schießpulver in seinemKeller hat. Er wird getödtet nebst fünf seiner Glaubensge-nossen. Die Wähler durchziehn mit einer weißen Fahne dieStadt, und laden zur Mäßigung und Schonung ein.Dieser Schritt thut die größte Wirkung. Das Ver-sprechen, die Häupter der Schuldigen in die Hände der1) Andere Nachrichten sagen, Froment sey bei dem Angriff um-gekommen.Der Ueberſ.2) Weitläuftigere Nachrichten über diese Ermordung, deren UmständeSchauder erregen, findet man weiter unten.