Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
187
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187durch die Stadt. Die Freiwilligen, aus denen diese Kom-pagnien bestanden, befehlen dem Schweitzer des Bischofs,daß er die Dragoner, die im Hofe waren, aus demselbenentferne. Der Befehlshaber dieses Postens begiebt sichmit seiner Mannschaft nach dem Gemeindehause, stößt aber,auf dem Platz vor diesem Gebäude, auf mehr als zweihun-dert Rothquasten, welche ihn mit einigen Pistolenschüssenund einem Steinhagel bewillkommen.Zehn Dragoner greifen diesen Hausen an, jagen ihnHals über Kopf in die Flucht und schicken ihm einige Flin-tenkugeln nach. Ein Freiwilliger von der Kompagnie Nro.1, welcher den Dragonern zu Hülfe eilt, wird im Vorbei-gehn vor dem Rathhause getödtet. Auf dem Platz findensie eine antipatriotische Kompagnie in Schlachtordnung auf-gestellt; sogleich kommt es zum Gefecht. In demselben Au-genblick werden alle Posten von Rothquasten besetzt, welcheauf jeden Bürger Feuer geben, von dem sie nicht glauben,daß er zu ihrer Parthei gehöre. Bei der Magdalenen Kir-che wird die Thür des Herrn Jalabert eingestoßen; erwird ermordet und sein Leichnam auf die Straße geschleift.Die Uebelgesinnten hatten sich vor allem andern der Domi-nikaner Thürme versichert, welche einen Theil des alten kö-niglichen Schlosses ausmachen und zu allen Zeiten der ge-wöhnliche Schlupfwinkel der Rebellen gewesen sind.Die überraschten Patrioten können sich nicht versam-meln. Das Kriegsgesetz wird zwar gleich verkündet; da aberdie Linientruppen nicht aufgeboten worden waren, so findetdie rothe Fahne gar keine Achtung; sie wird vielmehr vonden Leuten im Bollwerk, wo Froment, Follacher undDescombies den Befehl hatten, herab gerissen. Ein jun-ger Dragoner, der in der ersten Reihe der Bedeckung mar-schirte, wird daselbst getödtet und nackt ausgezogen.