Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
176
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176Diesenige Klasse der Staatsbürger, welche den Grundund Boden Frankreichs fast ausschließend besaß, hätte sichnur davor hüten sollen, eine Menschenklasse zu reitzen, welchelediglich auf den Erwerb ihrer Arbeit und ihrer Hände ein-geschränkt war. Noch mehr als einmal werden wir es sagen:die Verbrechen des Adels wurden mit allzu vieler Härtebestraft; aber man vergesse es auch nicht, daß die Adlichendie ersten Urheber alles Blutvergießens waren; namentlich inder Provinz Betragne, im Jan. 1789.Ein junger Mensch von Adel wird ohnweit Dom-front, im Departement der Niederseine, voneinem Bauerpurschen lebendig gespießt. ImJan. 1790.Ein junger Mensch von Adel, der Urlaub genommen hatte,und sich auf einem seiner Schlösser aufhielt, machte sich aufden Weg, einen benachbarten Edelmann zu besuchen. ImReiten hört er einen Kuhhirten, einen Burschen von sieb-zehn bis achtzehn Jahren, sich mit Singen die Zeit ver-treiben. Er giebt genauer Acht, und nun bemerkt er, daßes die Melodie eines, damals sehr bekannten Liedes des drit-ten Standes ist. Die Wuth übermannt den jungen Offi-zier; er steigt ab; fällt über den Sänger her, schlägt ihnbald mit seinem Degen, bald mit einer seiner Pistolen undruft dabei unablässig:elender Schuft, du sollst unter meinen Händen das Leben lassen! Der Hirte, ohne Waffenund schon verwundet, fällt vor seinem adlichen Mörderauf die Knie, und fleht einmal über das andre: Erbarmen,Herr: