Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
174
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174zu schützen suchte. So unglücklich jene Begebenheiten schonan und für sich selbst waren so waren dennoch ihre Folgenungleich trauriger. Das Schweigen der Gesetzgeber machtees unumgänglich nöthig, auf Selbstvertheidigung zu den-ken, zumal da die Volksrache, auf die Dauer in bloße Räu-berei ausartete. Man bewaffnete sich gegen jene Bösewich-ter, die nach Ausplünderung und Einäscherung der Schlös-ser eben so viele Pachthöfe darausmachen wollten; und daszu Folge der Instruktionen, die sie von den Oberhäupternjener Partheien erhalten hatten, in deren Sold sie standen.Am 29. Jul. floß das Blut in Burgund sehr reichlich.Unter dem Vorwand, die Schlösser aufzuklären undzu erleuchten, organisirten sich mehrere Räuberbanden.Man sah sich genöthigt, ihnen einige förmliche Treffen zuliefern. Eine dieser wilden Horden ließ beim ersten An-griffe zwanzig Todte auf der Wahlstatt.Ein andrer Haufe, der nichts Geringeres vor hatte, alsdie Stadt Cluny in Brand zu stecken, verlor hundert Mann,welche in den Staub bissen. Der Gerichtshof zu Maçonverdammte zwanzig Gefangene zum Tode.Die Adlichen wollten gleichfalls diesen reissenden Strom,dessen Quelle unter ihnen war, einen Damm entgegensetz-ten; aber indem sie sich vertheidigten, machten sie das Uebelnur ärger. Herr von Montesson ward in der StadtMans füsilirt; und ein gewisser Herr von Barras inder Normandie in Stücken gehauen. 1)1) Hier muß ein Schreibfehler im Original seyn. Herr von Barraslebte nicht in der Normandie, sondern im Languedoc. LetztgenannteProvinz ist überhaupt seit uralten Zeiten der Wohnsitz dieser Fa-milie; auch der jetzige Direktor Barras ist dort zu Hause.