— 173In dem Zeitraum weniger Tage wurden bloß in denLandschaften Maçonnais und Beaujolais sieben und sechs-zig Schlösser in Schutthaufen verwandelt. Als Folge davonwurde auch das Innere vieler Kirchen verletzt, und zwar we-gen der Wappen, welche der Adel aushieng, um sich da-durch auszuzeichnen und noch im Grabe vom großen Haufenabzusondern. In der That; die Plünderung der geweihtenOrte kann bloß dieser läppischen Eitelkeit des Adels zuge-schrieben werden. Man hat gesagt: nichts ist so heilig, dieAnhänger der Revolution vergreifen sich daran; sie habenso gar die Freistätte der Todten geschändet. Dies war ohneZweifel ein schreiendes Verbrechen; aber man vergaß da-bei sich zu erinnern, daß die Augen der Bürger und derLandbewohner nur allzu lange durch die Grabmäler ihrerUnterdrücker waren beleidigt worden. Sie priesen Tugen-den, welche denjenigen nie in den Sinn gekommen waren,die darunter verfaulten. Der Marmor und das Erz wur-den mit erblichen Lügen besudelt. Der friedliche und un-terthänige Dorfbewohner verzog lange Zeit darüber seinenMund zum Lächeln; und als endlich ein Funken in denZunder fiel, da war es nicht anders möglich, jener Stolz,den man so gar im Tempel der Gottheit zur Schau trug,mußte seinen verdienten Lohn finden. Wären die Edelleutebessere Bürger gewesen, nimmer würden sie die Einäsche-rung ihrer Schlösser erlebt haben. Sie selbst zogen dasUnwetter über sich und über ihre Burgen zusammen. End-lich traf sie der Blitz eines längst schwierig gemachten Vol-kes, das noch dazu von der Orlean'schen Faktion unter derHand aufgezeitzt wurde.Die konstituirende Versammlung verdient die bitterstenVorwürfe darüber, daß sie auf keine Weise das Eigenthum
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