— 172 —gerecht. Es war immer ein, wenn gleich etwas überspann-ter Begriff von Gerechtigkeit, vermöge dessen es die Be-sitzungen jener stolzen und hartherzigen Zwingherrn verwü-stete, welche das Wohl des Vaterlandes der Aufnahme ih-res Hauses opferten, welche die Versplitterung des öffent-lichen Schatzes veranlaßt, und sich der Vereinigung mit demdritten Stande so hartnäckig geweigert hatten. Man erin-nerte sich jener schändlichen Laster, die sie bisher zur Schaugetragen hatten, ihres Kriechens bei Hofe und ihrer Unver-schämtheit zu Hause. Man gedachte jener blutgierigen undtreulosen Anschläge, die sie Ludwig XVI. zu wiederholtenmalen an die Hand gegeben hatten; man gedachte der Schan-de unsrer Waffen und unsrer Handlungstraktate. Man ver-gegenwärtigte sich den Abstand zwischen dem frechsten Luxusund dem tiefsten Elend; Die völlige Nutzlosigkeit jener Ver-sammlung der Notablen; das unanständige Benehmen desAdels in den ersten Wochen des allgemeinen Reichstages;die Wildheit eines Ritters Dubois, eines Prinzen Lam-besc, eines Hauptmanns Dagout. Man hatte die Be-wegungen der Truppen vor Augen, welche mit ihren Ba-jonetten das Volk im Zaume halten sollten; man sah es nochtäglich, wie die Offiziere all dieser Regimenter es daraufantrugen, jede Gemeinschaft zwischen dem Soldaten und demBürger aufzuheben. Mit einem Worte; die Masse der Ver-brechen des Adels war so groß, daß sie schlechterdings jedemin die Augen fallen mußte: Sie war es eigentlich, welchedie Fackel schwang, durch die so viele Schlösser in Flammenaufloderten; sie war der Grund jener übeln Behandlung:welche den Zwingherrn zu Theil wurde, die ihren Stolznicht unter die Nothwendigkeit beugen wollten.
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