Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
171
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171men war, war dieses: Spitzbuben und Räuber zogen ganzallein einigen Nutzen daraus. Sie machten jederzeit denAnfang, und überließen dem Volke, dessen Führer sie wa-ren, erst dann den Platz, wenn gar nichts mehr zu holenwar. Die Bewohner des flachen Landes benutzten diese Ge-legenheit mit Freuden, um sich an ihren bisherigen Herrenzu rächen, und das eiserne Joch der Lehnbarkeit zu zerbre-chen, welches seit so vielen Jahrhunderten auf ihnen gela-siet hatte. Aber die Bauern traten bald selbst in die Stel-le der kleinen Despoten, die sie beraubten und demüthigten; das gemeine Wesen gewann dabei nicht das Mindeste.Der größte Theil der Landbauer; sie, die doch fast alleinvon der Revolution Nutzen gehabt haben, betrugen sich nurallzu früh als undankbare Kinder. Freilich konnte mannichts anderes erwarten.Die Zerstörung der adlichen Schlösser war ohne Zwei-fel schrecklich, sondern wegen der groben Ausschweifungen,welche sie veranlaßte. Die Schuld davon muß aber ledig-lich der konstituirenden Versammlung beigemessen werden.Sie gab der Verletzung des Eigenthumsrechts gesetzliche Kraft;denn sie bestrafte keinen jener Mordbrenner; sie untersuch-te es nicht einmal, ob die, dem Erbherrn von Vesout an-geschuldigte Treulosigkeit Grund habe, oder nicht?Jener Beistimmung seiner Gesetzgeber ungeachtet, wel-che sich für jeden Preis bei dem großen Haufen in Gunstsetzen wollten, würde sich das Volk nimmer mehr jene Thät-lichkeiten erlaubt haben, wofern es nicht das noch ganzfrische Beispiel der Adlichen vor Augen gehabt hätte. Die-jenigen Edelleute, welche ihren untergebenen Bauern Gu-tes gethan hatten, durften nichts von ihnen befürchten.Mitten unter den größten Unordnungen blieb das Volk stets