Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
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170lamentsglied und Protestant durch seine Gegenwart dieallgemeine Freude nicht stören wolle. Mitten in der Lustund dem Jubel sey aber plötzlich, in einiger Entfernungvom Schlosse, eine Lunte angezündet worden, welche un-ter den Gästen die schrecklichste Verwüstung angerichtet ha-be. Die Unterzeichner des Protokolls fügten hinzu:wirbegaben uns nach dem Schauplatz dieser Gräuel und hat-ten den erschütterndsten Anblick. Hier lagen Leichname imBlute gebadet; dort andere, halb von den Flammen ver-zehrt. Ueberall Verwüstung und rauchende Trümmer.Dieser gerichtliche Aufsatz endigte sich mit den Worten:Bald ward diese Begebenheit in der ganzen Gegend be-kannt. Wilde Rache loderte in jeder Brust auf. Die Land-bewohner drangen in der ersten Wuth in alle benachbartenSchlösser, verwüsteten das Innere derselben und stecktensie endlich in Brand. Dabei vergaßen sie nicht, die Archi-ve der Adlichen zu zerstören, und sie selbst zu Absagungaller ihrer Vorrechte und Titel zu nöthigen.Dieser übel ersonnene Roman brachte die gehoffte Wir-kung hervor. Die konstituirende Versammlung glaubte ihn,oder schien ihn wenigstens zu glauben, und billigte das Be-tragen der Anwohner in jeder Hinsicht. Diese Billigunghallte durch ganz Frankreich wieder und diente überall zumLosungszeichen. Viele Schlösser wurden auf der Stelle ver-wüstet und nieder gebrannt; man vergaß dabei die Zita-dellen nicht, welche man für eben so viele Bastillen ansah,die man, ohne sich Vorwürfen auszusetzen, nicht könne ste-hen lassen. Allenthalben setzte man sich in solche Verfas-sung, daß es unmöglich ward, die niederträchtige Verrä-therei von Quincy zu wiederholen. Was das schlimmste beidiesem, an hundert Orten zugleich ausgeführten Unterneh-