— 160 —nen Theilen genau zusammen. Die Königin wurde nichtgeliebt; und dasjenige, was sie sich bei dem Schmaufeder Garden erlaubt hatte, bestärkte vollends den großenHaufen in seinen Vorurtheilen. Der Uebergang dieserFrau konnte also in dem Schrecken der Nacht und derFinsterniß mit leichter Mühe bewerkstelligt werden. Sieaus dem Wege zu räumen, den König zur Flucht zu nöthi-gen, ihn auf dem Wege anzuhalten und den Herzog vonOrleans als Regenten auszurufen — dies war der Plan,und seine Ausführung um so leichter, weil Paris ebengroßen Mangel an Lebensmitteln litt. Dem Volke wardvorgespiegelt, daß die Gegenwart des Königs auch den Ue-berfluß wieder zurückbringen werde. Der Hunger rechnetnicht; das Geld des Herzogs von Orleans that das Ue-brige. Wir übergehen mehrere besondere Umstände, welchesich auf den letzt Genannten beziehn, und schon hinlänglichbekannt sind; und beschränken uns ausschließend auf dasje-nige, was einigermaßen ein neues Licht verbreiten kann.Der größte Theil der Pariser Einwohner, welche sichdamals nach Versailles auf den Weg machten, hatte dielöblichsten Absichten. Das Volk wollte weiter nichts, alsLudwig XVI. denjenigen entreißen, welche ihn zu so vielenfalschen und verderblichen Schritten leiteten.Die Mordthaten, welche den 4. und 5. Okt. bezeichne.ten, müßen lediglich dem Hofe, und noch weit mehr, derOrlean'schen Parthei zugerechnet werden. Vierzehn Gar-des=du=Corps verloren das Leben; viele wurden ver-wundet.Ein Pariser bekam einen gefährlichen Schuß.Der Sohn eines Sattlers aus der nämlichen Stadtward getödtet.Sechs
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