— 158die Nacht vom 14. zum 15. Jul. hatte der Hof die Plün-derung von Paris versprochen. Auf die Nacht vom 5. zum6. Okt. versprachen die Orleanisten, jenem Beispiele zu Folge,die Plünderung des Schlosses zu Versailles. Wie mansieht, so bedienten sich beide Partheien der nämlichen Mit-tel. Spitzbuben bekümmern sich wenig um die Ehre derErfindung; es liegt ihnen bloß am Gelingen etwas.Doch wir kommen auf Mirabeau zurück. Er sagteund wiederholte es mehrmals gegen einen gewissen Blaizot,Hofbuchhändler zu Versailles: „Mein Freund, mir ahnenunglückliche Dinge, welche in zehn bis zwölf Tagen sichhier ereignen könnten. Aber kein braver Mann; keiner,Blaizott der Ihnen ähnlich ist, darf sich deshalb beun-ruhigen. Ueber ihn wird das Wetter nicht los brechen.“Bei einem Gelage, wie deren Mirabeau oft mitseinen Freunden veranstaltete, sagte er mit der ihm oft ei-genen derben Kürze: „Wir haben den Teufel vom Hofe,und müßen ihn zum Teufel jagen.“Palai.“ Royal) den Zug nach Versailles antraten, unterzog er sicheiner schweren Arbeit. Die Ordnung, welche er unter 6 bis 7000dieser Geschöpfe zu erhalten wußte, verdient — wiewohl immernoch viel Ungebührliches mit unterlief — Bewunderung. DieHauptstadt hatte Maillard gewissermaßen ihre Rettung zu ver-danken. Denn was würden jene Bachantinnen, die schon im Be-griffe weren das Stedtheus in Brand zu stecken, nicht sonst nochalles begonnen haben? Man hat die Bemerkung gemacht, daß unterder Regierung des wahnsinnigen Karls 6. gleichfalls ein Mail-1ard Paris rettere.Der Uebers.
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