Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
156
Einzelbild herunterladen
 

156niß zu erstürmen. Die Freiwilligen von Royal=Comtois,welche dabei die Wache hatte, wurden angegriffen, triebenaber den Haufen zurück. Aus ein paar der benachbartenHäuser hagelte es nun Steine, mit Flinten= und Pistolen-schüssen untermischt. Endlich riß die Geduld der bravenFreiwilligen; ihrer vier und zwanzig gaben eine Salve, undsieben der Angreifer wurden dadurch getödtet. Von denFreiwilligen ward nur ein einziger verwundet, nämlich derSchauspieler Granger, Bruder des Pariser Schau-spielers.Verbrechen der Orlean'schen Parthei, undTugend des Volks, am 5. und 6. Okt.1789.Es konnte nicht anders seyn; der abscheuliche Plan desHofes, der in der Nacht vom 14. auf den 15. Jul. ausge-führt werden sollte, und von dem wir oben geredet haben;so wie ein andrer Entwurf, auf den der Graf von Eßtningin seinem Briefe an die Königin hindeutet, mußten früheroder später ein Ungewitter über dem Schloß zu Versailleszusammen ziehn. Das regierende Haus hatte sich Repres-salien bloß gestellt, über die es sich nicht einmal beklagendurfte. Hatte es ja zuerst blutige Maßregeln ergriffen!Allgemein bekannt sind die nähern Umstände jener Orgien,welche die Garde= du=Corps einst feierte; und niemand be-trog sich über die Absichten, welche der Hof dabei hegte.Aber nicht einem jeden sind mehrere köstliche Details be-kannt, welche es beweisen, daß Orleans und Mirabeau,