Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
146
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146hatte z. B. in Beschützung der Mehltransporte, welche vonCaen nach Paris giengen, fast zu vielen Eifer an den Taggelegt. Zudem hatte er etwas von der Selbstgenügsamkeit,die seinem Alter, seiner Kaste und seinem Stande gewöhn-lich ist; aber sein größtes Verbrechen war, daß er nichtunter die Anhänger Orleans gehörte.Der Graf von Hektor opferte nicht so wohl demPatriotism, als vielmehr der Furcht, indem er die StadtCaen von den Dragonern von Bourbon räumen ließ.Die Aufwiegler des Volks in jener Gemeinde drangen nurdeshalb auf den Abzug des Regiments, damit sie die Er-mordung des Majors Belzunee (sein Freund Lasaussayeward noch vor ihm hingeschlachtet) mit desto größerer Be-quemlichkeit zu Stande bringen könnten.Die Wuth des Volks war eigentlich und ausschliessendauf den jungen Major gerichtet; sein Freund fiel mehr ausMißverstand, als aus Absicht. Belzunee's Tod war anund für sich bei weitem nicht so schrecklich, wie die Folgendesselben. Man zerstückte seinen Körper, steckte seinen Kopfauf eine Stange und trug ihn, wie man es in Paris ge-macht hatte, durch die Gassen. Was man aber in derHauptstadt nicht gesehn hatte, war dieses: viele Einwoh-ner von Caen wollten Fetzen seines Fleisches haben; vielesteckten sie in die Tasche; andere befestigten seine Eingewei-de, gleich Bändern, an die Spitze einer Pike und trugensie vor seinem Kopfe her. Ein Mann, oder vielmehr einWilder, schickte ein Stück dieses Fleisches in den Back-ofen, um dort gebraten zu werden und es dann mit seinerFamilie zu verzehren. Eine Hebamme gieng noch weiter;sie ruhte nicht eher, bis sie die Geschlechtstheile des Unglück-lichen in ihre Hände bekam, welche sie in einem Gefäße