Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
145
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145tionalgarden, welche einem so gewaltigen Strome nichtWiderstand zu leisten vermögen. Belzunce wird aus demGefängniß gerissen, auf den Marktplatz geschleift und vorden Augen des ohnmächtigen Magistrats erschossen.Der junge und schöne Belzunee wurde von der jun-gen und reitzenden Corday aufs zärtlichste geliebt. Siewar die Tochter eines angesehenen Hauses, das zum Adelder Provinz gehörte. Von diesem Augenblick an hatte sieschlechterdings keine Ruhe mehr, bis sie den Mord ihresGeliebten an demjenigen gerächt hatte, den sie, mit einigerWahrscheinlichkeit, für die erste Ursach seines traurigenEndes hielt. Sie schloß sich deswegen in der Folgean die sogenannten Föderalisten an und erstach, imNamen der Freiheit, den Mörder ihres Liebhabers. Doch,wir wollen einige nähere Umstände dieser tragischen Bege-benheit erzählen.Belzunee und sein Regiment waren nicht vom er-sten Enthussasm ergriffen worden, der ohnehin bei sehr vie-len nur erkauft und erkünstelt war, und der die Manns-zucht der Truppen gar sehr geschwächt hatte. Die Spen-dungen Orleans waren, allem Vermuthen nach, durchandere und reichere unkräftig geworden. Jene beiden Sol-daten, die das Bildniß Neckers und Orleans im Knopf-loch trugen, waren vielleicht, ihnen selbst unbewußt, nachCaen in der Absicht geschickt worden, um dort eine Bewe-gung zu veranlassen, die Belzunce's Untergang zurFolge haben konnte. War ja dieser Mann bereits MaratsWohlwollen empfohlen worden! Selbst Gorsas war, inBetreff dieses jungen Offiziers, ein Nachhall des Volks-freundes. Und vielleicht war er auch nicht ganz schuldfrei.Wenigstens war er nicht genug auf seiner Hut gewesen. ErPrüdh. Irrth. 1r. Bd.