— 133 —unglückliche Thomassin einen günstigen Augenblick wahr,entwischt und erreicht wieder das Gefängniß. Die Mörderspringen ihm nach und wollen ihn von neuem heraus schley.pen. Allein drei Deputirte stellen sich auf die Schwelleund erklären: es gäbe keinen Weg in das Gefängniß, alsnur über ihre Leiber. Andere besänftigen inzwischen dasVolk. Endlich gelingt es ihnen, die Abführung Thomas-sins nach Versailles zu bewerkstelligen. Sie selbst begleitenihn; sie selbst decken ihn vor jedem fernern Angriff.Wahrlich! ohne diesen Schritt der Nationalversamm-lung hätte das unglückliche Schlachtopfer geblutet.Und du, 2. und 3. Sept. zu Paris; du, 5. und 6. Sept.zu Versailles — ihr wärt nicht das ewige Brandmark derfranz. Revolution, wofern die gesetzgebende Versammlungsich eben so benommen hätte!Doch — wir wollen in die Ordnung der Ereignissenicht eingreifen.Aufstand zu Strasburg, am 20. Jul. und anden folgenden Tagen 1789.Die Auftritte, welche Paris seit dem 12. Juli darge-boten hatte, elektrisirten gleichsam in wenig Tagen allegrößere Städte Frankreichs. Die Einwohner Strasburgshatten mehr Ursache, mit ihrem Magistrat unzufrieden zuseyn, wie viele andere; er klebte immer noch an den altenFormen der reichsstädtischen Aristokratie. Am 20. dieses,in unsern Jahrbüchern auf ewig denkwürdigen Monats ver-spürte man daselbst die erste Bewegung. Auf die Nacht
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