Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
129
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129nung, zurück und versicherte sich der Barrieren, um dortSchießgerüste aufzuwerfen, wodurch alle Gemeinschaft zwi-schen Paris und den Provinzen abgeschnitten wurde.Hundert Artilleriestücke und fünfzig tausend Mann soll-ten bei diesem abscheglichen Unternehmen mitwirken. DerHof rechnete darauf, sich solcher Gestalt zweifache Genugthuung zu verschaffen, und sich zu gleicher Zeit an derFaktion des Herzogs von Orleans und am Volke zu rächen,das eben in der Person seiner Abgeordneten versammeltwar, welches man nicht hatte verhindern können. Man kannleicht denken, daß der Prozeß Philipps des Finnigenaufs genaueste in diesen Plan verflochten war. Die Haupt-anklage gegen ihn sollte darin bestehn, daß er der erste gewe-sen seye, der sich mit dem dritten Stande vereinigt, unddurch dies aufrührerische Benehmen das Interesse des Adels,der doch die sicherste Stütze der Monarchie und der Regie-rung sey, verrathen habe. Auch über die Wähler sollte,bevor sie aufgeknüpft würden, eine Art von Gericht gehegtwerden. Sie wären aus dem Grunde verurtheilt worden,weil sie sich der Polizei über Paris angemaft hatten, ohnevorläufig eine königliche Bestätigung geholt zu haben.Der Graf von Artois und der Baron von Bre-teuil sollten sich, unter diesen Umständen, an die Spitzeder Truppen stellen und jene großen Bewegungen leiten.Die Parlamente, mit denen man aber in Versailles nichtsonderlich zufrieden war, übernahmen vorläufig ihre Geschäftewieder; aber ein anderer Wechsel wurde ihnen vorbehalten.Die Stände der einzelnen Provinzen sollten sogleichzusammen berufen, und ihnen ein neuer Finanzplan vorge-legt werden. Man hatte dabei den Geist der Unabhängigkeit, der sich eine Zeit lang geäußert hatte, reiflich in An-Prüdh. Irrth. 1r Bd.