Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
128
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128Wenn der erste Kanonenschuß donnerte, zeigte sich derPrinz von Lambesc an der Spitze von Royal=Allemandin den Hauptstraßen von Paris, namentlich in der von St.Honoré, und ließ alles niederhauen, oder niederschießen,was nur eine Miene zur Gegenwehr, ja nur zur Mißbilligungmachte. Auf den öffentlichen Plätzen in Schlachtordnung ge-stellt, begaben sich die Abtheilungen seines Regiments, mitverhängtem Zügel, überall hin, wo der geringste Widerstandeinen Vorwand zum Morden und zum Plündern darbot.Der nämliche Kanonenschuß war das Zeichen für alle übri-ge Truppen, welche Paris umgaben. Die Regimenter Pro-vence und Vintimille eilten von Neuilly herbei; Ro-val=Cravatte, Hermanstadt und Royal=Polognekamen von Seve und von Meudon; vier Chasseur=Regimenterhatten ihren angewiesenen Platz beim St. Antonsthore, um die,damals schon furchtbare, Vorstadt dieses Namens im Zaume zuhalten.Drei andere deutsche Regimenter, ihre Kanonen undbrennende Lunten vorauf, nahmen ihre Stellung beim Höl-lenthor und im Garten des Luxemburgs. SechstausendSpitzbuben verbreiteten sich in ganz Paris, verletzten dieFreiflätte der guten Bürger, zündeten das Hotel Breton-villiers, das Hotel der Fermen und mehrere andere öffent-liche Gebäude an. Zu diesen Gräueln füge man noch fünf-zig Stück Kanonen hinzu, welche auf den Höhen von Mont-martre aufgepflanzt wurden, und Verderben über die be-nachbarten Stadtviertel blitzen sollten. Wenn sich der Tagneigte, nahm das Plündern im Palais=Royal und auf demKai der Goldschmidte seinen Anfang. Mit Verbrechen undBeute belastet, die Hände vom Blute ihrer Mitbürgergefärbt, zog sich die zahlreiche Soldateske, in guter Ord-nung