121gieng nicht mit derselben Redlichkeit zu Werke; seine Thatenstimmten nicht mit seinen honigfüßen Worten überein. AlsHaupt der bewaffneten Macht, wäre es ihm wohl möglichgewesen, das Ungewitter zu zerstreuen, da es noch über denKöpfen der Angeklagten schwebte; mit leichter Mühe hätteer sie einer Handvoll Kannibalen entreißen können, welche,für Geld gedungen, das Volk immer mehr erhitzten und esaufs äußerste zu treiben sich angelegen seyn ließen. 1)Wir beobachteten damals kein sträfliches Stillschweigen.Die ersten Nummern unsrer Revolutionen von Pa-ris beweisen es, daß wir schon in jenen Zeiten eben dieGeſinnungen der Menſchlichkeit hegten und anprieſen, wel-che uns jetzt abermals die Feder in die Hand gegeben ha-ben. Wir lobten das Volk wegen seines Muthes, wegenseines gerechten Zornes; aber wir tadelten es eben so frei-müthig wegen der begangenen Ausschweifungen. Wir ver-wiesen auf die Gesetze; wir warnten vor demjenigen, wasnur zu bald erfolgte. Hütet euch! — so sprachen wir zuden Bewohnern von Paris: — damit Blutvergießen euchnicht zur Gewohnheit, und Rache euch nicht zur andernNatur werde! Edles, gefühlvolles Volk! nimm dich in Acht,daß du nicht jähzornig, grausam und unmenschlich werdest!— Ach! zum Ueberzeugen fehlte es uns an dem Ansehender Gesetzgeber; der Gesetzgeber, welche auf eine niedrige,feige Weise schwiegen. Die Nationalversammlung erließ1) Ich darf voraussetzen, daß die Umstände, welche die Eroberung derBastille und das tragische Ende Flesselles, Fouions undBerthiers begleiteten, allen meinen Lesern so bekannt sind,daß es hier keiner fernern Nachweisung bedarf.Der Uebers.
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