117Verbrechen, welche den schönen 14. Julibesudelt haben.Der Anblick der Bastille, dieses schrecklichen Verließes, indem seit Jahrhunderten so oft die Unschuld, von Tyrannenund ihren Ministern gehaßt und verfolgt, hatte schmachtenmüßen; der Anblick der Bastille, sage ich, mußte nothwen-dig einen starken Eindruck auf die Gemüther der Pariser ma-chen, welche sich allenthalben von Bajonetten umringt sa-hen. Die erste Stimme, die den Ruf ertönen ließ: aufzur Bastille! riß ohne Mühe, die größere Zahl der Ein-wohner mit sich fort. Dies schnelle Unternehmen mußteschlechterdings Blut kosten. Aber warum beschränkte mansich nicht auf dasjenige, das beim Angriff unumgänglichfließen mußte?Hundert und acht und zwanzig der Belagerer bliebenauf dem Platze. Drei und siebenzig wurden verwundet.Während des Angriffs verloren die Belagerten nur ei-nen Mann. Leider! muß der aufrichtige Geschichtschreiberes eingestehn, daß acht andere noch nach der Eroberung nie-dergemacht wurden. Sie alle waren unschuldig, bis aufden einzigen Delaunay, Gouverneur der Bastille, derauf der Treppe vor dem Gemeindehause erwürgt wurde. Ihrganzes Verbrechen bestand in Vertheidigung des Postens,der ihnen anvertraut war. Hätte man nicht besser gethan,wenn man das Ende des edlen Invaliden Bequart be-weint hätte, der den Arm des Gouverneurs zurückhielt, alsdieser die Bastille in die Luft sprengen wollte? Opfer ei-nes unglücklichen Irrthums, verlor er durch einen Säbel-hieb die Hand, und sank, von zwei Kugeln getroffen, zu
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