Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
18
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18wenn man sich daran erinnert, auf welche Weise der größ-te Theil dieser Deputirten zu dem kurulischen Sessel beru-fen würde. Die mehrsten von ihnen besaßen Leichtigkeit, umöffentlich zu reden, und das Volk ließ sich dadurch hinrei-ßen. Man achtete nur auf ihre Worte, und übersahdie Handlungen ihres Privatlebens. Was entstand daraus?Diejenigen, welche am besten schwätzen konnten, betäubtenihre Mitbürger, anstatt sie zu überzeugen, und trugenStimmen, gleichsam stürmend, davon. Wirklich achtungswerthe Männer, entweder schüchtern, wie gewöhnlich, oderdoch zu bescheiden, um sich selbst anzupreisen, wurdendarüber in den Wahlversammlungen nicht bemerkt. Zubesseren Wahlen fehlte es dem Volke noch an ErfahrungUm nun für die Zukunft ähnlichem Unglück vorzubeu-gen, ist es höchst nöthig, ist es dringend, jene Neulin-ge, welche eine Weile die Volksgunst besessen haben, inihrem rechten Lichte zu zeigen. Es ist Zeit, zwischen denReden, die sie auf der Tribüne des Nationalkonvents und inden patriotischen Gesellschaften gehalten, und zwischen denThaten, die sie auf ihrer gesetzgebenden und prokonsulari-schen Laufbahn sich erlaubt haben, eine Parallele zu ziehen.Es ist von unläugbarem Nutzen für die Zukunft, alle jenefalschen Freunde der Freiheit zu entlarven, welchen esdurch ihre Schandthaten allzu gut gelungen ist, die Frei-heit selbst verdächtig zu machen und zu schänden. Sie, die-se Tochter des Himmels, diese züchtige Jungfrau, ist nurzu lang einem Haufen niedriger Menschen Preis gegeben wor-den, welche ihre göttlichen Reize mit blutigen räuberischenHänden besudelt haben. Unsere zwergartigen Gesetzgeber,viel zu klein, um die Höhe dieser Gottheit zu erreichen, ha-ben unter allen Hülfsmitteln das abscheulichste gewählt. Einen